Felix Ellertmann schmeckt das Softeis auf jeden Fall. Für das neue Angebot hat die Familie die Milchtankstelle um einen Anbau erweitert. Neben Milch und Eis gibt es hier weitere frische Produkte vom Hof und aus der Region. © Thomas Aschwer
Neues Angebot

Milchtankstelle Ellertmann ergänzt Produktpalette um frisches Eis

Frische Milch, Eier oder Kartoffeln gibt es mittlerweile auf verschiedensten Höfen der Region. Der Hof Ellertmann in Olfen hat jetzt ein besonderes Angebot, das nicht nur Kinder begeistert.

Einmal kurz überlegen, dann steht das Datum fest: Seit Mai 2016 gibt es auf dem Hof Ellertmann in der Nähe der Füchtelner Mühle eine Milchtankstelle. Die Nachfrage ist groß. „Bis zu 70 Liter werden hier gezapft“, sagt Axel Ellertmann. „Aber nur Milch alleine lohnt nicht“, sagt Renate Ellertmann. Folgerichtig hat die Familie das Angebot in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut.

Neben den Klassikern wie Eier oder Kartoffeln gibt es auch Honig oder Grillfleisch. Nicht alles vom eigenen Hof, aber stets Produkte der Region. „Die Menschen möchte gerne an einer Stelle viele Dinge einkaufen“, sagt Sohn Felix. Er weist zudem auf unschlagbare Öffnungszeiten hin – „24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr.“ Ein unschätzbarer Vorteil gerade auch in Pandemiezeiten.

Gebäude ist für das neue Angebot extra erweitert worden

Trotz der großen Vielfalt gibt es natürlich immer noch Möglichkeiten, das Angebot zu erweitern. „Die Dorstener Niederlassung eines bayrischen Unternehmens hat uns gefragt, ob wir hier nicht einen Softeis-Automaten aufstellen wollen“, berichtet Renate Ellertmann. Die Rahmenbedingungen – der Automat ist zunächst einmal gemietet – waren so interessant, dass die Familie den kleinen Hofladen extra erweitert hat.

Seit dem Wochenende ist das Gerät betriebsbereit. Die Handhabe ist für die Familie Ellertmann wie für die Kunden denkbar einfach. Im Gerät laufen verschiedene Prozesse (Reinigung, Pasteurisierung) automatisch ab. Zudem kommt regelmäßig ein Vertreter der Fima, um die Abläufe zu überprüfen. Wer ein frisches Eis kaufen möchte, muss Münzen in der Tasche haben. 1,50 Euro kostet eine Portion. Ein aus Sicht der Familie ein mehr als gerechtfertigter Preis. „Die Portion ist so groß wie zwei Kugeln im Eiscafé.“ Und zudem bestehe das Eis nur als Milch. „Palmöl kommt nicht zum Einsatz..

Eigene Milch hat für das Eis einen zu hohen Fettgehalt

Es gibt nur einen kleinen Aspekt mit dem Axel Ellertmann nicht zufrieden ist. „Wir können nicht die Milch unserer eigenen Kühe verwenden. Mit 4,6 Prozent ist sie zu fett für das Gerät.“ So kauft die Familie die „passende“ Milch zu, ebenso die Waffeln und die Glasuren. Die gerade angelaufene Eissaison geht bis September oder Oktober – je nachdem, wie das Wetter ist. Danach will die Familie einen Strich ziehen und entscheiden, ob das Eis dauerhaft im Angebot bleibt.

Die Rahmenbedingungen scheinen gut. Vor allem angesichts der geplanten Entwicklung des Olfener Westens. In den nächsten Jahren werden mit der Fertigstellung des Naturparkhauses und dem hier angesiedelten Fahrradverleih viele Menschen in den Westen kommen. Das frische Eis könnte sie dazu motivieren, weitere lokale Produkte zu kaufen.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt