Ministerpräsident Armin Laschet war als Stargast zu Besuch in Olfen

CDU Kreisparteitag

Als Stargast kam NRWs Ministerpräsident Armin Laschet am Montag zum CDU Kreisparteitag in Olfen. Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann übermittelte einen besonderen Wunsch.

Olfen

von Viola ter Horst

, 07.10.2020, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Armin Laschet kam zum Kreis-Parteitag der CDU in Olfen.

Armin Laschet kam zum Kreis-Parteitag der CDU in Olfen. © Viols ter Horst

„Wir müssen stark in der Mitte bleiben und über neue Themen der Zukunft nachdenken“, sagte der NRW-Ministerpräsident beim CDU-Kreisparteitag in Olfen, wo er als Stargast eingeladen war. Laschet will CDU-Vorsitzender werden, neben Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Im Dezember wird beim Bundesparteitag gewählt. Laschet empfahl sich in Olfen als überzeugender Redner in jedem Fall erhielt er minutenlang stehenden Applaus von den rund 132 Delegierten.

Den Ausgang der Wahlen in NRW sieht er auch als eine Anerkennung für das Management in der Pandemie. Populistische Parteien hingegen „fallen, wenn die Zeiten Ernst werden“.

Kritik an Röttgen - ohne den Namen zu nennen

Laschet blickte zurück: Vor acht Jahren, als die CDU in NRW bei den Wahlen dramatische Verluste einfuhr. Ein Seitenschlag in Richtung Röttgen, auch wenn Laschet den Namen nicht nannte. Aber nach dem Wahldebakel war es Röttgen, der als Landeschef 2012 zurücktrat und es war Laschet, der NRW-Chef wurde. In Olfen bilanzierte der 59-Jährige: „Das Tröstliche ist, man kann aus einem Tief auch wieder herauskommen.“ In NRW hätten die Themen innere Sicherheit, Wirtschaft und Bildung für einen Neuanfang gestanden. Themen, die auch in die Bundespolitik mitgenommen werden können, denn sie funktionierten auch in NRW, dem größten Bundesland, so Laschets Schlussfolgerung.

Armin Laschet trug sich ins Goldene Buch der Stadt Olfen ein.

Armin Laschet trug sich ins Goldene Buch der Stadt Olfen ein. © Viola ter Horst

Vor allem aber müsse es gelingen, dass dem Wähler die „ganze Breite der Volkspartei CDU sichtbar wird“, nannte Laschet eine Rezept-Beigabe für eine erfolgreiche Wahl. Vom Wirtschaftsflügel mit Mittelstandsvereinigung bis zum Arbeitnehmer- und Sozialflügel mit CDA, „Junge und Alte, Frauen und Männer“.

Kein Bruch - sondern Fortsetzung

75 Jahre CDU – drei Eckpfeiler setzte Laschet: Das Fundament, begonnen mit Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Ein Fundament, das ein christliches Menschenbild zeichne, das zugleich das Individuum als auch das Gemeinschaftswesen im Fokus habe. „Bei der Geburt ist man auf jemanden angewiesen und im Alter vielleicht auch“, umschrieb Laschet. Die Ära Kohl mit der Wiedervereinigung und den weiteren europäischen Öffnungen nannte der NRW-Ministerpräsident als zweiten Eckpfeiler und als dritten die Ära Merkel. „Sie hat die CDU geöffnet“, betonte er. In diese Zeit seien Modernisierungen und Ideen für Nachhaltigkeit geflossen, die vorher nicht auf dem CDU-Programm standen. Er erinnerte an die U3-Betreuung, die anfangs so gar nicht in die Vorstellungswelt der CDU passte („wir dachten, das sei so etwas wie die DDR-Krippen“).

„Wenn wir jetzt über neue Themen in der Zukunft nachdenken, dann ist das kein Bruch, sondern steht in der Tradition der Fortführung der CDU“, spielte Laschet auf Klimaschutz und Digitalisierung an. „Wenn nicht wir das schaffen, wer dann?“ Statt Verbote müssten interessante Alternativen geschaffen werden. Laschet forderte „mehr Tempo“ und Gesetzesänderungen, um Projekte beschleunigen zu können.

Eintragung ins Goldene Buch der Stadt

Lobende Worte brachte er für den Landrat mit, denn er habe „Maß und Mitte“ beim Corona-Ausbruch bei Westfleisch gefunden. Statt alle Bürger in Generalhaft zu nehmen, seien differenzierte Antworten gefunden worden.

Bürgermeister Wilhelm Sendermann hoffte, Laschet noch mal in Olfen begrüßen zu können: „Als Bundeskanzler.“

Dann musste Laschet los. Nicht ohne sich ins Goldene Buch von Olfen einzutragen. Ein paar Fotos und ab nach Berlin – mit dem Zug. Den Kontakt zu NRW-Ministerpräsident Laschet stellte der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Kreis-CDU-Vorsitzender Dietmar Panske her. „Wir laufen uns in Düsseldorf täglich über den Weg“, so der Ascheberger.

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