Mirja Boes redet über Dinge, die sonst nur hinter vorgehaltener Hand besprochen werden

hzMirja Boes

Mirja Boes war mit ihrer Band in der Stadthalle in Olfen zu Gast. Neben ihrem Mallorca-Hit hatte sie auch jede Menge Gangs im Gepäck.

Olfen

, 17.06.2019, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit ihrer lockeren, sympathischen und auch direkten Art kam Mirja Boes bei den meisten Gästen in der Olfener Stadthalle am Sonntagabed gut an. Unentwegt tänzelte, hüpfte oder schritt sie von einer Seite der Bühne zur anderen, machte Verrenkungen und sprach dabei ohne Punkte und Komma.

Mal richtete sie das Wort an die Zuschauer, mal an ihre Bandmitglieder. Einige Gäste waren große Fans von ihr, andere kannten sie noch gar nicht. Ihr Auftritt fand im Rahmen des Kulturabos statt. Deswegen ließen sich viele überraschen von dem, was die Boes mit ihrer Band, den „Honkey Donkeys“ so zu bieten hatte.

„Derb in den Witzen, aber mit Anspruch“

„Die ist so lustig und bezieht ihr Publikum super mit ein“, meinte Astrid Hennig in der Pause. Auch für Gabriele Tobiaski ist sie „absolut nahbar“. Sie sei zwar derb in ihren Witzen, aber dennoch mit Anspruch. „Sie singt auch noch gut“, fügte Gabriele Tobiaski hinzu.

Was sie ihr vor allem hoch anrechnen, das sei die Tatsache, dass Boes viele Dinge anspreche, über die sonst keiner sprechen möchte. Dinge, die nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert würden: Menstruation, Darmspiegelung, Tampongebrauch.

„Das war doch nicht ernst gemeint“

Ihre launigen Beiträge wurden von ihrer Band, den „Honey Donkeys“ musikalisch vertieft. Ihren Mallorcahit „20 Zentimeter, nie im Leben lieber Peter“ interpretierte die Band als Wildecker Herzbuben, Rammstein, Elvis, Luciano Pavarotti oder Udo Lindenberg. „Das war doch nicht ernst gemeint, damals – geht doch gar nicht“, entschuldigte sich Boes in ihrer schnodderigen Art und mit viel Augenzwinkern.

Sie gestand, dass sie ihre Sammelleidenschaft vererbt bekam und berichtete über Erlebnisse in ihrer Familie. „Es ist, als ob wir sie schon lange kennen würden“, empfand eine Besucherin. Mit stehendem Applaus wurden Mirja Boes und ihre Band am Ende gefeiert. Dafür gab es eine Zugabe und ein letztes Stück zum Mitsingen. Anschließend gab die Künstlerin Autogramme.

Lesen Sie jetzt