Musik bleibt ihm im Blut

OLFEN Eine Träne im Knopfloch hatte er zwar nicht, doch der Abschied fiel ihm trotzdem nicht leicht. Nach über 46 Jahren als Chorleiter gibt Helmut Frye den Taktstock weiter.

von Von Malte Woesmann

, 11.01.2008, 14:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Musik bleibt ihm im Blut

Sigrid Hartmann übernimmt die Notenblätter von Helmut Frye.

Sigrid Hartmann übernimmt von Frye ab sofort die Leitung des Jungen Chors und des Aufbauchors. „Sie ist eine Freundin meiner Tochter und hat Musikpädagogik studiert. Da war es nahe, sie als meine Nachfolgerin zu verpflichten“, so Frye.

Kinder für das Singen begeistert 

Zudem sang die 37-Jährige lange Jahre selbst im Jungen Chor. Bereits beim Weihnachtskonzert in Vinnum verabschiedeten sich die kleinen Sänger von ihrem Chorleiter und seiner Frau Irmhild, die immer helfend zur Seite stand. Mit viel Herzblut, so Julia in ihrer Rede, hätten die beiden seit jeher die Kinder für das Singen begeistert. Auch ein eigens für die beiden komponiertes Lied gaben die Kinder zum Besten.

Die Musik lag und liegt Helmut Frye im Blut. Bereits vor 46 Jahren leitete der heute 70-Jährige den Kinderchor der Ludgerischule in Selm. Dazu kam noch die Leitung des Kirchenchores der Kirchengemeinde St. Ludger. „Es ging dann immer so weiter“, sagt Frye und schmunzelt. Den Aufbau- und den Jungen Chor gründete Frye. Im letzten Jahr feierte der Junge Chor bereits sein 30-jähriges Bestehen. Die Auftritte und die Arbeit mit seinen jungen Musikern will Frye nicht missen.

Erinnerung an Jugend musiziert

 „Es war zwar anstrengend, hat aber immer Spaß gemacht“, sagt er. Vor allem die Auftritte bei Jugend musiziert bleiben ihm in Erinnerung. Einmal kam sein Chor sogar NRW-weit auf den dritten Platz. Auch die Produktion von Schallplatten bleibt im Gedächtnis. „Die Weihnachtsplatte wird heute auch immer noch gern gehört“, weiß Frye. Ob ihm die ganze Arbeit mit den Chören fehlen wird, kann er noch nicht beantworten. „Mal sehen was ist, wenn ich donnerstags nicht mehr raus muss.“ Nur die Beine hochlegen kommt für ihn jedoch nicht in Frage. „Ich bin ja noch bei Pro Organo aktiv. Da gibt es noch eine Menge zu tun.“ Denn ganz ohne seine Musik kann er einfach nicht

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