Nach Großeinsatz der Feuerwehr Olfen hat die Polizei einen ersten Verdacht

Großeinsatz

Großeinsatz für die Olfener Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag: Bis zu 60 Kräfte waren im Einsatz, nachdem 200 aufgestapelte Strohballen in Brand geraten waren.

Olfen

, 24.09.2019, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Großeinsatz der Feuerwehr Olfen hat die Polizei einen ersten Verdacht

Lichterloh brannten die Strohballen beim Eintreffen der Feuerwehr. Mit Unterstützung eines Lohnunternehmens wurden die Ballen auseinandergezogen. © Daniel Borrmann, Feuerwehr Olfen

Es war bereits Dienstag, 24. September, 10.30 Uhr, als das letzte Einsatz-Fahrzeug der Feuerwehr Olfen wieder im Gerätehaus stand. Hinter den Mitgliedern der Wehr steckte ein ebenso ungewöhnlicher wie aufwendiger Nacht-Einsatz. Jetzt ist die Kriminalpolizei gefordert.

„Noch steht die Brandursache nicht fest“, sagte Polizei-Sprecher Bjoern Korte am Dienstagmorgen. Zugleich räumte er den Verdacht ein, „dass Brandstiftung vorliegen könnte.“ Noch sei allerdings nichts klar. Deshalb hofft die Polizei auf Zeugenaussagen, die am späten Montagabend Verdächtiges beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise an die Polizei in Lüdinghausen unter Tel. (02591) 7930.

Beim Eintreffen der Feuerwehr brennen Ballen lichterloh

Als die Feuerwehr gegen 22.30 Uhr am Brandort in der Straße „Zum Krähenbusch“ eintraf, brannten die 200 aufgestapelten Strohballen bereits lichterloh. Die Ausdehnung des Feuers war so groß, dass auch rund zehn Bäume eines angrenzenden Waldstücks Feuer fingen. Die Feuerwehr baute deshalb eine Wasserversorgung zur Lippe auf.

Nach Großeinsatz der Feuerwehr Olfen hat die Polizei einen ersten Verdacht

Neben den Strohballen fingen auch rund zehn Bäume eines angrenzenden Waldstücks Feuer. © Daniel Borrmann, Feuerwehr Olfen

Mit Unterstützung von Feuerwehrkräften aus Datteln gelang es der Olfener Wehr, die Bäume zu löschen. Die Strohballen konnten die Einsatzkräfte allerdings nicht mehr retten. Mit Unterstützung eines örtlichen Lohnunternehmens wurden die gepressten Ballen auseinandergezogen, um ein kontrolliertes Abbrennen zu ermöglichen. Ein schwieriges Unterfangen.

Die ganze Nacht über waren Mitglieder der Wehr vor Ort

Stundenlang waren die Mitglieder der Feuerwehr Olfen vor Ort gefordert. Wie Carsten Nieländer von der Wehr sagte, konnte im Verlauf des Einsatzes die Mannschaftsstärke reduziert werden. „Aber auch nachts waren noch zehn Kräfte der Olfener Feuerwehr vor Ort.“ Am Morgen wurde um 10 Uhr diese Einheit von anderen Mitgliedern der Feuerwehr abgelöst.

Nach Großeinsatz der Feuerwehr Olfen hat die Polizei einen ersten Verdacht

Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr Olfen in der Nacht zu Dienstag vor Ort. © Daniel Borrmann, Feuerwehr Olfen

Nachdem auch die letzten kleinen Glutnester gelöscht waren, konnten die Strohreste vom Landwirt untergegrubbert werden. Die Mitglieder der Feuerwehr mussten hingegen im Gerätehaus auf- und einräumen, um so für einen nächsten Einsatz bestens vorbereitet zu sein.

Polizei ist kein ähnlicher Fall im Kreis Coesfeld bekannt

WieBjoern Korte von der Polizei-Pressestelle sagte, handelt es sich bei dem Olfener Fall wohl um ein Novum im Kreis Coesfeld. Der Polizei sei kein weiterer Fall bekannt, bei dem so viele aufgestapelte Strohballen in Brand geraten sind.

Gefordert waren die Wehren im Kreis hingegen bei verschiedenen Flächenbränden in diesem Jahr. Sie waren zumeist Folge der großen Trockenheit im Sommer. Dabei zeigte sich, wie schnell sich ein Feuer entzünden kann. Es reichten bereits Kleinigkeiten, wie eine Glasscherbe, um ein Feuer auszulösen.

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