Stever

Niedriger Pegel der Stever: Welche Konsequenzen hat das für Tiere und Floßfahrten?

Schäden an der Füchtelner Mühle haben dazu geführt, dass der Pegelstand der Stever sehr niedrig ist. Was hat das für Folgen für die Tiere? Und: Wie sieht es mit den Floßfahrten aus?
Der Wasserspiegel der Stever bleibt an der Füchtelner Mühle weiter niedrig.
Der Wasserspiegel der Stever bleibt an der Füchtelner Mühle weiter niedrig. © Daniel Magalski

Gravierende Schäden sind an der Füchtelner Mühle festgestellt worden – der Mittelpfeiler der historischen Mühle in der Stever in Olfen ist stark beschädigt. Es besteht dringender Handlungsbedarf, wie die Stadt Olfen jetzt nach einer Anfrage dieser Redaktion in einer Pressemitteilung erklärt hat.

Der Schaden an der Mühle, der bei Wartungsarbeiten zutage trat, sei so groß, dass bei der Schließung des Wehrs Einsturzgefahr bestehen könnte. Darin waren sich die Fachleute des Kreises Coesfeld einig. Für die Arbeiten war der Wasserstand der Stever an der Füchtelner Mühle abgesenkt worden. Und er wird auch in nächster Zeit nicht wieder steigen. „Das Wehr muss zunächst geöffnet bleiben und damit bleibt der Wasserstand der Stever niedrig“, erklärt die Stadt Olfen. Seit Montag, 25. April, ist der Pegel jetzt schon so niedrig.

„Von einem erneuten Aufstau der Stever wird ohne weitere Sicherungsmaßnahmen von den Fachleuten abgeraten“, erklärt der Olfener Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Aber es bestehe „dringender Handlungsbedarf“, so die Stadt. Am Dienstag (10. Mai) sind Fachleute vor Ort deshalb aktiv geworden. „Ein Olfener Unternehmen nimmt derzeit eine neue Modellierung des im Zuge des Baus der Umflut ebenfalls geschaffenen Querriegels kurz vor dem Wehr vor“, so Wilhelm Sendermann. Dadurch soll der aktuelle Wasserstand der Stever kurzfristig um 30 Zentimeter erhöht werden immerhin.

Wann fährt das Floß wieder

„Wir erhoffen uns damit eine Verbesserung für die Ökologie in diesem Steverabschnitt. Eine zweite Erhöhung des Riegels zur weiteren gefahrlosen Erhöhung des Wasserstandes wird derzeit geprüft“, erklärt der Bürgermeister weiter. „Zeitnah“ solle das passieren. An erster Stelle stehe jetzt, dafür zu sorgen, dass die Tiere in der Stever so wenig Schaden wie möglich nehmen.

Und was ist mit den beliebten Floßfahrten auf der Stever, die bereits gebucht wurden? Auch die stehen gerade ein bisschen auf der Kippe, wie die Stadt Olfen erklärt. „Noch steht nicht fest, wann das Floß wieder seine Runden ziehen kann. Aber wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung und werden dann schnellstmöglich umfassend informieren“, verspricht Wilhelm Sendermann. „Letztendlich können wir froh sein, dass diese gravierende Schwachstelle entdeckt wurde. Jetzt müssen wir gezielt handeln und dafür sorgen, dass weder die Mühle selbst noch die Steveraue und deren Bewohner dauerhaften Schaden erleiden“, erklärt der Bürgermeister außerdem.

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