Olfen macht sich locker - Spielplätze und Skateanlage wieder frei

hzStadt stellt Weichen

Die Landesregierung setzt in der Coronakrise jetzt auf verstärkte Lockerungen. Das verschafft auch den Olfenern neue Möglichkeiten - obwohl vieles noch nicht genau geregelt ist.

Olfen

, 08.05.2020, 10:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf diese Nachricht haben viele Eltern und ganz besonders ihre Kinder lange gewartet. Seit Donnerstag (7. Mai) sind alle 19 Spielplätze in der Stadt wieder geöffnet. Aber auch die vier Bolzplätze, der Calisthenics-Park hinter der Grundschule und die Skateanlage in der Steveraue sind wieder geöffnet. Und es gibt weitere Freiheiten.

In der nächsten Woche sollen, so das Land NRW, auch Restaurants wieder öffnen dürfen. Unter welchen genauen Bedingungen das sein wird, kann die Stadt Olfen noch nicht sagen. „Wir erwarten dazu einen Erlass vom Land“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Er kündigt aber bereits Kontrollen der Stadt an - wie es bereits jetzt auch in anderen Bereichen erfolge.

Stadt entlastet Familien und Gastronomiebetriebe

Sendermann hat weitere gute Nachrichten für Familien und Gastronome. Auch für den Mai müssen Gastrobetriebe keine Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie bezahlen. Die Eltern werden auch für den laufenden Monaten von Beiträgen für die OGGS, die 8-bis-1-Betreuung sowie für Spielgruppen befreit. In der Coronakrise befreit die Stadt die gewerblichen Pächter von Zahlungen. Schließlich bleibt die Parkscheibenregelung ausgesetzt.

Doch Bürgermeister Sendermann spricht zugleich eine deutliche Warnung aus: „Es bleibt ganz dünnes Eis.“ Er selbst bleibe mit Blick auf die Coronapandemie in Sorge und Respekt. Aus seiner Sicht sind die Lockerungen eine Entlastung. „Aber wir wissen nicht, wie es sich kleinräumig entwickelt.“

Der Bürgermeister warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen. „Wir bekommen die Öffnung nur hin, wenn wir Disziplin halten. Weiß ich, was aus Urlauben an der Ostsee oder anderen Orten wird?“

Bürgermeister warnt: Pandemie ist noch längst nicht überstanden

Sendermann treibt die Sorge um, dass sich die ohnehin schon schwierige Entwicklung im Kreis Coesfeld in den nächsten Tagen oder Wochen verschärfen könnte. Die Coronapandemie sei noch längst nicht überstanden. „Fachleute sagen, es ist ein Marathon. Deshalb sollten wir alle in Sorge bleiben.“

Aktuell ist die Stadt Olfen dabei, Zahlen und Erkenntnisse der vergangenen Wochen auszuwerten und zu analysieren. Ein Thema ist dabei die Kinderbetreuung. So müssen beispielsweise Eltern, deren Kinder in der Notbetreuung sind, keine Beiträge bezahlen. Bei einer Betreuung von Grundschulkindern sah das vor der Coronakrise anders aus.

Allerdings erfordert die außergewöhnliche Situation auch außergewöhnliche Maßnahmen. Was bei allen Verantwortlichen bleibt, ist die Hoffnung, dass die jetzt gerade beschlossenen Lockerungen nicht wieder zurückgenommen werden müssen.

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