Olfener Schulen wollen Videoüberwachung

Wegen Vandalismus

Immer wieder sind an der Wolfhelm-Gesamtschule und der Wieschhofschule Vandalismusschäden zu beklagen. Die Täter werden in den meisten Fällen nicht ermittelt. Das soll sich jetzt durch Videoüberwachung ändern. Ein sinnvoller Schritt?

Olfen

26.01.2018, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am mehreren Wänden und Fenster der Gesamtschule gab es Schmierereien

Am mehreren Wänden und Fenster der Gesamtschule gab es Schmierereien © Foto: Theo Wolters

Vor wenigen Wochen haben bisher unbekannte Täter Wände der Wolfhelm-Gesamtschule mit Graffiti besprüht und eine Tür eingetreten. Immer wieder kommt es an den Olfener Schulen zu Sachbeschädigungen.

Nun soll an der Wolfhelm-Gesamtschule und der Wieschhofschule eine Videoüberwachungsanlage installiert werden. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte am Dienstag einstimmig zu.

Warum sollen die Überwachungsanlagen installiert werden?


Bürgermeister Wilhelm Sendermann erklärte, man wolle sich gegen Vandalismusschäden schützen. „Wir haben schon einige Werte auf den Schulgeländen.“ Nun wolle man dokumentieren, wenn auf den Geländen gegen die Regeln verstoßen wird.


Welche Flächen sollen überwacht werden?


Der Bürgermeister betont, es handele sich um Schulgelände. Der angrenzende öffentliche Raum, wie die Straßen, würden nicht überwacht. Es wird Schilder geben, die auf die Videoüberwachung hinweisen. Sendermann: „Wer auf den Geländen Schaden anrichtet, muss davon ausgehen, dass er gefilmt wird.“


Wie viele Kameras sollen installiert werden?


An der Gesamtschule sind 14, an der Grundschule acht Kameras vorgesehen. So kann der gesamte Schulbereich überwacht werden. Wilhelm Sendermann betont, die Kameras würden nicht rund um die Uhr laufen. Bis zum Nachmittag werde nicht gefilmt. Erst nach Schulschluss seien die Kameras scharf. Rund 60 Stunden können aufgezeichnet werden. „Anschließend wird die Aufzeichnung überschrieben.“

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Wann schaut wer die Aufzeichnungen an?

Die Aufzeichnungen, so Wilhelm Sendermann, schaue man sich nur an, wenn etwas vorgefallen sei. „Dies geht auch nur nach dem Vier-Augen-Prinzip.“ Das bedeutet, zwei Personen müssen sich gleichzeitig mit einem Passwort anmelden. Die Aufzeichnungen werden zum Rathaus übertragen, wo Verwaltungsmitarbeiter sie anschauen können. Ist auf den Aufzeichnungen nach einem Vorfall etwas zu erkennen, stellt die Stadt sie der Polizei zur Verfügung. Sendermann: „In andern Städten hat man gute Erfolge erzielt, Täter konnten ermittelt werden.“


Wie hoch sind die Kosten für die Installation?


Wie Wilhelm Sendermann mitteilt, seien zunächst 50.000 Euro für die Gesamtschule und 30.000 Euro für die Grundschule veranschlagt worden. Da aber in beiden Schulen bestehende Netzwerke genutzt werden können, reduzieren sich die Kosten auf rund 50.000 Euro für beide Schulen.


Wann soll die Installation erfolgen?


Der Bau- und Umweltausschuss hat in nichtöffentlicher Sitzung den Auftrag vergeben. Zunächst soll die Installation in der Gesamtschule erfolgen. In der Grundschule können im Rahmen der Baumaßnahme aber schon Kabel mitverlegt werden, hieß es im Rathaus. In einigen Wochen soll die Anlage an der Gesamtschule scharf gestellt sein. Die Grundschule folgt nach dem Ende der Umbaumaßnahmen.

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