Kinderbetreuung

Olfens Bürgermeister bemängelt fehlende Transparenz bei Kita-Aufnahme

Um Kita-Plätze gibt es auch in Olfen ein Gerangel. Bürgermeister Wilhelm Sendermann wirft dem Kreisjugendamt nun vor, dass die Kriterien für die Aufnahme nicht klar genug sind.
Auch bei der Kita St. Vitus in Olfen wird es ab August einige Neuzugänge geben. Bürgermeister Wilhelm Sendermann kritisierte nun das Vergabeverfahren des Kreisjugendamtes.
Auch bei der Kita St. Vitus in Olfen wird es ab August einige Neuzugänge geben. Bürgermeister Wilhelm Sendermann kritisierte nun das Vergabeverfahren des Kreisjugendamtes. © Arndt Brede

Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann kritisiert das Verfahren, mit dem die Kita-Plätze in Olfen vergeben werden. Für ihn sei das Aufnahmeverfahren „verbesserungswürdig“, sagt Sendermann. „Insbesondere die Aufnahmekriterien der einzelnen Einrichtungen müssen für die Familien transparenter gemacht werden“, sagt Sendermann im Nachgang zum zurückliegenden Anmeldeverfahren im Kindergartenjahr 2022/23.

Das Aufnahmeverfahren ist vom Kreisjugendamt Coesfeld für alle Kindergärten festgelegt, die Stadt Olfen führt es durch. Dabei wurden 243 Anmeldekarten für das Kitajahr 2022/23 an Olfener Familien versandt. Darauf können die Eltern ihren Bedarf anmelden und Erst- und Zweitwunsch bei den Kindergärten eintragen. Die Karten werden dann bei der Kita abgegeben, die Platz 1 auf der Wunschliste ist. Von den 243 Anmeldekarten sind 170 Rückmeldungen in den Olfener Kindertageseinrichtungen eingegangen.

Nicht alle angemeldeten Kinder hatten Rechtsanspruch

Das Problem: Nicht alle dieser angemeldeten Kinder hatten zum 1. August 2022 das erste Lebensjahr vollendet und somit einen Rechtsanspruch, teilt die Stadt mit. 157 der angemeldeten 170 Kinder bekamen einen Platz in ihrer Wunsch- oder alternativ angegebenen Einrichtung. Somit konnten 13 Kinder zunächst nicht berücksichtigt werden.

Bei diesen Familien musste zunächst ein Bedarf ermittelt werden. Vier dieser Familien haben einen Platz in einer Kindertagespflegestelle bekommen. Sechs Kinder hatten keinen Rechtsanspruch. Drei Kinder mit Rechtsanspruch hatten zunächst keinen Platz bekommen.

Stadt braucht mehr Kita-Plätze

„Nach eingehender Prüfung stellte sich leider heraus, dass einige Kinder ohne Rechtsanspruch in den Kitas aufgenommen wurden“, erläutert Martin Kramer aus dem Fachbereich Bildung. Nach nochmaliger Prüfung aller Kapazitäten in den Kindertageseinrichtungen, haben schließlich alle Kinder mit Rechtsanspruch einen Betreuungsplatz zum Start 1. August erhalten. „Fakt ist, dass ein weiterer Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen wohl erfolgen muss“, so Kramer.

Dafür müssten weitere Planungen für die Deckung des jetzigen, des zukünftigen und auch des vorübergehenden Bedarfs und die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz erfolgen, so Kramer.

Die Stadt Olfen wolle nun für das Kitajahr 2023/2024 frühzeitig einen engeren Austausch mit dem Kreisjugendamt und den Kindergartenträgern suchen, so Sendermann. „Rein formal ist das Kreisjugendamt für die Kindergartenbedarfsplanung und deren Umsetzung zuständig. Trotzdem fühle ich mich mitverantwortlich dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Olfener Kind einen Kita-Platz bekommt“, so Bürgermeister Sendermann.

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