Pläne überarbeitet: Stadt Olfen drückt beim Rathaus-Neubau aufs Tempo

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Wenn Olfener in der Stadt unterwegs sind und ein dringendes Bedürfnis verspüren, haben sie es vor allem abends und am Wochenende schwer. Durch das neue Rathaus ist eine Lösung in Sicht.

Olfen

, 24.06.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Olfen baut. Einen neuen Kindergarten in der ehemaligen Villa Ritter. Ein Naturhaus in direkter Nachbarschaft. Projekte, die in Kürze an den Start gehen sollen. Etwas länger wird es hingegen dauern bei einem Neu- und Umbau mitten in der Stadt. Aber immerhin gibt es jetzt konkretere Pläne für das Rathaus.

David Bücker vom Münsteraner Büro DBCO stellte am Dienstagabend in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause die weiter verfeinerten Pläne vor. Die große Überschrift lautet dabei: Olfen soll ein Rathaus mit einer offenen Atmosphäre bekommen. Aber was bedeutet das konkret?

WC ist auch außerhalb der Rathaus-Öffnungszeiten nutzbar

Das leidige Thema öffentliches WC soll endgültig gelöst werden. „Die Toiletten-Anlage wird auch außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses nutzbar sein“, sagt David Bücker. Ein einzelner Aspekt, der aber doch beispielhaft für das „neue Rathaus“ sein wird. Die Planung ist so angelegt, dass nach Aussage von Bücker „unterschiedliche Öffnungszeiten für Fachbereiche möglich sind.“

Die jetzt überarbeiteten Pläne orientieren sich dabei stark an dem Siegerentwurf des Wettbewerbs. Damit steht fest, dass sich der künftige Haupteingang zum Rathaus deutlich Richtung Marktplatz an die Ecke Kirchstraße/Marktstraße verschiebt. Auch am Balkon im ersten Obergeschoss - direkt über dem Eingang - hält der Planer fest.

Planer ist in den Grundrissen für den Neubau „sehr weit“

Veränderungen gibt es allerdings gegenüber der ursprünglichen Planung bei den Büros der Mitarbeiter. Statt der zunächst vorgesehenen „Gruppenbüro“ mit bis 25 Arbeitsplätzen werde es auf Wunsch der Mitarbeiter kleinere Büros geben. Sie dürfen sich zudem auf eine Umkleide im Keller des Neubauteils sowie zwei Terrassen im Dachgeschoss freuen.

„Wir sind in den Grundrissen sehr weit“, fasste David Bücker den aktuellen Planungsstand zusammen, um dann die nächsten Schritte zu nennen. In den nächsten Wochen wird die Planung weiter verfeinert. Dann wird sich auch zeigen, welche Kosten auf die Stadt zukommen werden.

Pläne müssen bis Ende September bei Bezirksregierung vorliegen

Die Zeit drängt. Bis Ende September müssen die Pläne bei der Bezirksregierung eingereicht sein, um Fördermittel beantragen zu können. Eine große Hürde. „Rathäuser werden in der Regel nicht gefördert“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. „Wir müssen schauen, was rauskommt.“

Eine Entscheidung erwartet David Bücker bis zum Frühjahr 2021. Bis zur Fertigstellung des Neubaus würde allerdings auch bei positiven Bescheid noch viel Wasser durch die Stever fließen. Der Planer geht von einer Fertigstellung Ende 2023/Anfang 2024 aus. Gut ein Jahr später soll der Altbau umgebaut sein.

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