Die Borkenberge sind ein ehemaliger Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Zur Nutzung freigegeben ist lediglich ein Weg quer durch. Absatz davon ist das Betreten des Geländes verboten, zumal dort auch noch Armeerückstände liegen. Etliche Motocross-Fahrer hält das aber nicht ab. Einen kostete der Reiz des Verbotenen nun das Leben. © Foto: Daniel Winkelkotte
Borkenberge

Polizei nennt weitere Details zum tödlichen Unfall in den Borkenbergen

Er war gerade einmal 18 Jahre alt, stand kurz vor dem Abitur. Doch ein Unfall riss den jungen Mann aus Lüdinghausen aus dem Leben. Dabei sah es erst nicht schlimm aus.

Trauer und Bestürzung sind riesengroß. Ein 18-jähriger Junge aus Lüdinghausen verlor am Wochenende bei einem schweren Unfall im unwegsamem Gelände der Borkenberge sein Leben. Beim Motocross war er gegen einen Baum geprallt.


Alleine war der 18-Jährige nicht. „Zunächst sah alles nur nach einem Beinbruch aus“, schildert eine Pressesprecherin der Polizei, „und so packten die Begleiter den verletzten jungen Mann ins Auto.“ Sie wollten ihn zu einem Arzt bringen. Doch auf der Fahrt verschlechterte sich sein Zustand enorm.

„Die Begleiter haben dann doch den Rettungswagen gerufen“, schildert die Pressesprecherin die tragischen Momente. Doch als die Rettungswagenbesatzung zum Fahrzeug der Begleiter kam, kämpften sie vergeblich um das Leben des jungen Mannes. Er verstarb noch vor Ort an schweren inneren Verletzungen.

Mehrere Unfälle von Motorcross-Fahrern

Ob es Rettung gegeben hätte, wenn sofort der Notarzt gerufen worden wäre, dazu will sich die Polizeisprecherin nicht äußern. „Das Problem der Borkenberge ist ja, dass das Gelände so groß und so unübersichtlich ist, dass man Unfallopfer dort oft gar nicht erreichen kann“, so die Sprecherin.

Sie erinnert sich an einen Fall aus Februar 2020. Damals kam der Notarzt mit seinem Fahrzeug nicht an den 56-jährigen Patienten heran. „Der Begleiter hat den Notarzt dann mit dem Motorrad zu ihm gefahren“, so die Polizeisprecherin.

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