Rettungswagen in Olfen: Der mögliche neue Standort liegt sehr zentral

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24 Stunden an 365 Tagen im Jahr: So sehen die Einsatzzeiten des Rettungswagens aus. Der aktuelle Standort am Baubetriebshof ist ein Übergangsdomizil. Eine endgültige Lösung ist in Sicht.

Olfen

, 14.02.2020, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem der Kreistag Coesfeld entschieden hatte, dass Olfen und nicht Seppenrade einen neuen Standort für einen Rettungstransportwagen (RTW) bekommen soll, steht die Frage im Raum, wo denn dieser neue Standort sein soll. Hans-Oswald Mattern, Olfener Bürger, hatte vorgeschlagen, die Rettungswache am Feuerwehrstandort zu integrieren. Vorteile dieses Standortes laut Mattern unter anderem: zentral nahe zu den praktizierenden Ärzten; zentral zum Rettungseinsatz gemeinsam mit der Feuerwehr; gute Verkehrsanbindung zum Krankenhaus nach Lüdinghausen ohne Innenstadtverkehr innerhalb Olfens.

In der Ratssitzung am Dienstag, 11. Februar, äußerte sich Bürgermeister Wilhelm Sendermann dazu und verkündete gleich auch, welchen Standort innerhalb Olfens die Stadt favorisiert.

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„Viele Nachbarn würden es kritisch sehen, wenn von der Feuerwehr aus zur Nachtzeit 365 Tage im Jahr Rettungseinsätze gefahren würden“, sagte Sendermann zum Vorschlag Matterns.

Städtische Fläche neben der Westfalentankstelle

Und dann stellte der Bürgermeister in der öffentlichen Ratssitzung vor, welcher Standort der geeignetere sei: „Wir haben ein anderes Grundstück im Fokus. Es handelt sich um eine städtische Fläche neben der Westfalen-Tankstelle.“ Diese Fläche sei strategische die bessere als an der Feuerwache. „Dort ist der Platz auch begrenzt.“

Rettungswagen in Olfen: Der mögliche neue Standort liegt sehr zentral

Die Rettungswache Olfen ist zurzeit noch am Baubetriebshof. © Arndt Brede

Auf Nachfrage der Redaktion äußerte sich Sendermann zu den Vorteilen des Standortes, bei dem es sich konkret um die Fläche zwischen Westfalentankstelle und dem Moparshop handelt: „Von dieser Fläche am Kreisverkehr B 235/ B 236 ist der Rettungswagen schnell in Olfen und Vinnum, aber auch im Bedarfsfall in Seppenrade, Lüdinghausen, Datteln und Selm.“

Es ist genau diese Lage zwischen den Kreisen und den umliegenden Kommunen, die diesen Standort attraktiv mache, sagt Sendermann. Es dürfe nicht so kommen, wie Anfang der 1990er Jahre. „Damals hatte es an der Grenze zu Datteln einen Unfall gegeben, bei dem man lange auf den Rettungswagen gewartet hat. Dabei wäre der RTW aus Datteln viel näher dran gewesen.“

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Von dieser Fläche, die die Stadt jetzt favorisiert, könne ein Teil für einen Standort für den Rettungswagen abgeschnitten werden, sagt Sendermann. So behalte sich die Stadt weitere Entwicklungsmöglichkeiten auf der Fläche vor.

Sendermann hat diese Fläche jetzt auch beim Landrat Christian Schulze Pellengahr ins Gespräch gebracht. Nach Auskunft von Christoph Hüsing, Pressesprecher des Kreises Coesfeld, wird es dazu am Montag, 17. Februar, ein Gespräch zwischen Kreis und Stadt geben.

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