Schaden an der Stauanlage Füchtelner Mühle in Olfen: Stever bleibt niedrig

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Der Wasserspiegel der Stever bleibt an der Füchtelner Mühle erst mal niedrig.
Der Wasserspiegel der Stever bleibt an der Füchtelner Mühle erst mal niedrig. © Daniel Magalski
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Für die umfangreiche Bestandsaufnahme zur Planung der grundlegenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an der Stau- und Wasserkraftanlage Füchtelner Mühle ist seit Montag, 25. April, der Wasserspiegel der Stever an der Stauanlage abgesenkt. Eigentlich eine Routinearbeit, die mit allen beteiligten Behörden abgestimmt worden sei, wie es von Seiten des Kreises Coesfeld mitgeteilt worden war. Doch den Beteiligten kam etwas Unvorhergesehenes dazwischen und verhindert, dass der Wasserspiegel wieder steigen kann.

Wie die von der Stadt Olfen und dem Kreis Coesfeld mit der Sanierung der Stauanlage beauftragte Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) jetzt mitteilt, muss der für das Wochenende angekündigte Wiederaufstau der Stever an der Füchtelner Mühle verschoben werden.

Mittelpfeiler beschädigt

Hintergrund sei, dass bei der Begutachtung der Stauanlage ein erheblicher Schaden am Mittelpfeiler der Stauanlage festgestellt wurde, wie die Pressestelle des Kreises Coesfeld mitteilt.

Derzeit erfolge vom beauftragten Ingenieurbüro aus Arnsberg eine statische Prüfung des Bauwerks. Erst nach Vorlage des Ergebnisses in der kommenden Woche könne die weitere Vorgehensweise abgestimmt und damit die Dauer des Abstaus abgeschätzt werden. „Bis dahin kann aus sicherheitstechnischen Gründen die Stever nicht wieder aufgestaut werden“, lautet der für die interessierte Öffentlichkeit wichtige Passus in der Pressemitteilung des Kreises Coesfeld.

Laut Stefan Bölte, Geschäftsführer der GFC, habe niemand mit einem so gravierenden Bauwerksschaden gerechnet. Über die unplanmäßige Verschiebung des Wiederaufstaus wurden laut Kreis Coesfeld die Unteren Wasser- und Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld, die Stadt Olfen, der Wasser- und Bodenverband Stever-Lippe-Olfen sowie der Fischereiverein Olfen informiert.

„Laut Planung sollen die Arbeiten bis zum 30. April abgeschlossen sein, so dass zum Wochenende wieder aufgestaut werden kann“, hießt es ursprünglich von den Wirtschaftsbetrieben. Die Trockenlegung der Stauanlage sei insbesondere für die Zustandskontrolle der Rechenanlage sowie für das unter Denkmalschutz stehende Turbinengebäude notwendig.

Und: „Die temporäre Absenkung des Oberstaus an der Füchtelner Mühle erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt Olfen, der Unteren Wasser- und Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld, dem Wasser- und Bodenverband Stever-Lüdinghausen sowie dem Fischereiverein Olfen.“

Auf der Basis der danach vorliegenden Ergebnisse werde nach der Aufstauung dann die weitere Planung für die Sanierung erfolgen, die eine Umsetzung für 2023 vorsieht, so die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld.

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