So sieht die neue Insel in der Olfener Lippe aus

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Die Lippe hat nun auch in Olfen mehr Platz, um sich auszubreiten. Bei der Renaturierung des Flusses ist auch eine kleine Insel entstanden. An einer Steilwand können bald Eisvögel brüten. In der Fotostrecke sehen Sie, wie die Lippe nach dem Umbau aussieht.

OLFEN

, 18.07.2016, 20:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Lippe hat jetzt mehr Fläche.  Vor den Arbeiten konnte die jetzige Insel erreicht werden.

Die Lippe hat jetzt mehr Fläche. Vor den Arbeiten konnte die jetzige Insel erreicht werden.

Insgesamt sollen sechs Kilometer renaturiert werden. Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt sollen im November beginnen. Wie Michael Steinbach, Pressesprecher des Lippeverbandes, bei einem Ortstermin erklärte, würden die Arbeiten rund 3,5 Jahre andauern. Insgesamt kostet das Projekt 15 Millionen Euro. Die Kosten übernimmt das Land NRW.

Das Bild der Lippe hat sich in dem fertiggestellten Bereich stark verändert. Am Ende des Bereichs wurde eine 75 Zentimeter hohe Wand aus Wasserbausteinen in der Lippe angelegt. Bauleiter Jürgen Sanders erklärte, mithilfe dieser Wand habe sich die Sohle der Lippe erhöht. „Wir haben immer wieder Erde in die Lippe geschüttet. Diese wurde zur Wand geschwemmt, wodurch sich die Sohle erhöht hat.“ Dadurch wird die Lippe flacher, aber breiter. Zu sehen ist die Wand nur bei Niedrigwasser.

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So sieht es nach dem Umbau an der Lippe aus

Die Lippe hat nun auch in Olfen mehr Platz, um sich auszubreiten. Bei der Renaturierung des Flusses ist auch eine kleine Insel entstanden. An einer Steilwand können bald Eisvögel brüten. In der Fotostrecke sehen Sie, wie die Lippe nach dem Umbau aussieht.
18.07.2016
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Im zweiten Bauabschnitt wird die Lippe an dieser Stelle unterhalb des Lippebogens auf 200 Meter erweitert.© Foto: Theo Wolters
Die Lippe hat jetzt mehr Fläche. Vor den Arbeiten konnte die jetzige Insel erreicht werden.© Foto: Theo Wolters
Die Lippe hat jetzt mehr Fläche. Vor den Arbeiten konnte die jetzige Insel erreicht werden.© Foto: Theo Wolters
Die Waschanlage für die LKW-Reifen ist erst einmal abgebaut. Wenn ab November wieder LKW fahren, wird sie wieder in Betrieb genommen.© Foto: Theo Wolters
An dieser Stelle führte die Baustraße zur Lippe.© Foto: Theo Wolters
Im zweiten Bauabschnitt erhält die Lippe diese Fläche, um sich ausbreiten zu können.© Foto: Theo Wolters
Neben dem Gelände von Haus Vogelsang beginnt die geschotterte Baustraße.© Foto: Theo Wolters
Die Baustraße führt über das Gelände von Haus Vogelsang.© Foto: Theo Wolters
An dieser Stelle führt die kommende Baustraße auf das Haus Vogelsang-Gelände.© Foto: Theo Wolters
In diesem Bereich wird entlang der bestehenden Straße die Baustraße in Richtung Haus Vogelsang gebaut.© Foto: Theo Wolters
Die Fläche der ehemaligen Baustraße wird wieder landwirtschaftlicher Nutzung zugeführt.© Foto: Theo Wolters
Die Lippe hat jetzt mehr Fläche. Vor den Arbeiten konnte die jetzige Insel erreicht werden.© Foto: Theo Wolters
Das Wasser sucht sich in der Böschung seinen Weg.© Foto: Theo Wolters
An dieser Steilwand könnten Eisvögel brüten.
Die Lippe wurde auf 65 Meter verbreitert
Farbenspiel: Die Sohle wurde angehoben© Foto: Theo Wolters
Die Lippe hat jetzt mehr Fläche. Vor den Arbeiten konnte die jetzige Insel erreicht werden.
Vor den Arbeiten gab es an dieser Stelle kein Wasser.
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Steilküste an der Insel

In dem fertiggestellten Bereich gibt es nun eine Insel. Ein alter Baum galt als erhaltungswürdig. Und die Lippe fließt nun an beiden Seiten um die Insel mit dem Baum herum. Bei starkem Niedrigwasser führt der neue Teil der Lippe an dieser Insel kein Wasser. Sander: „Wir haben auch eine Steilküste an der Insel angelegt.“ Die soll Eisvögeln die Möglichkeit zum Bau von Brutstätten geben.

Da, wo vor einigen Wochen täglich Bagger aktiv waren und LKW hin- und herfuhren, ist nun wieder landwirtschaftliche Fläche. "Wir haben die Baustraße zurück bauen lassen, die Fläche dann dem Landwirt übergeben", so der Bauleiter. In einigen Wochen wird man nicht mehr ahnen, dass es eine Baustraße gegeben hat. Zurückgebaut ist auch die Reifenwaschanlage am Schauwinkelweg. Sanders: "Mit dem zweiten Bauabschnitt wird es diese aber wieder geben."

Mehr Platz zur Entfaltung

So wie beim ersten kleineren Bauabschnitt wird die Lippe mehr Platz zur Entfaltung erhalten. In einem Bereich flussaufwärts vor dem Lippebogen in Olfen soll die Lippe die Möglichkeit haben, sich auf bis zu 200 Meter auszubreiten. Bestehen bleiben die Stromschnellen. Auch den Lippebogen wird es weiter geben. „In diesem Bereich sind bereits einige Bäume gefällt worden“, so Jürgen Sanders. Einige Bäume habe man aber auch stehen lassen. Dort könnte dann durchaus wie im ersten Bauabschnitt eine Insel entstehen.

Angelegt werden soll auch ein Lippestrand auf Olfener Gebiet. So können die Bürger nah an die Lippe herankommen. Doch bis es soweit ist, werden noch viele LKW Erde abfahren. „Wir rechnen damit, dass wir im Frühjahr 2020 dieses große Projekt abgeschlossen haben“, so Jürgen Sanders.

 

 

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