Solidarische Landwirtschaft

SoLaWi in Olfen gegründet – es fehlen noch Abnehmer

Gründung hat die SolaWi Olfen bereits Anfang des Monats gefeiert. Sie steht in den Startlöchern. Aber um richtig loslegen zu können, fehlen noch einige Mitglieder.
Mit Lagerfeuer und Musik wurde die Gründung des Vereins Anfang Mai gefeiert.
Mit Lagerfeuer und Musik wurde die Gründung des Vereins Anfang Mai gefeiert. © Beate Wengelinski

Am 7. April waren es neun engagierte Gemüse-Fans, die den Verein SoLaWi Olfen gegründet haben. Einen Monat später fand auf dem Biohof Mehring die Gründungsfeier statt: Mit veganem Burger, Biobratwurst, Stockbrot, diversen Getränken und Live-Musik wurde die Geburtsstunde des besonderen Landwirtschaftsprojektes gefeiert. Der Reinerlös der Einnahmen floss als Startkapital direkt in die SoLaWi- Kasse. Alle, die dem leichten Regen trotzten, konnten später noch am gemeinsamen Lagerfeuer einen lauen Frühlingsabend genießen.

Inzwischen stehen 35 bis 40 potentielle Ernteteiler auf der Liste. „Doch das sind noch nicht genug, sagt SoLaWi-Gründungsmitglied Beate Wengelinski. „Erst mit 50 bis 60 Teilern kann es richtig losgehen, denn der Gemüsegärtner benötigt seinen fairen Lohn und das samenfeste Biosaatgut hat seinen Preis.“ Mit den bestehenden Mitgliedern könne nicht sicher genug kalkuliert werden.

Neun Gründungsmitglieder hat der Verein SoLaWi Olfen.
Neun Gründungsmitglieder hat der Verein SoLaWi Olfen. © Beate Wengelinski

Wöchentlich frisches Gemüse

Die SoLaWi Olfen ist ein Verein, der den boden- und ressourcenschonenden Anbau von Gemüse auf einem biozertifizierten Acker zwischen Biohof Mehring und Stever plant und auch umsetzen wird. SoLaWi bedeutet Solidarische Landwirtschaft. Damit ist gemeint, dass der Erzeuger – hier also der Verein – eine Kooperation mit Gemüsekonsumenten – den Ernteteilern – eingeht. Die Ernteteiler verpflichten sich für ein Jahr, einen zuvor selbst festgelegten Betrag zu zahlen, entweder jährlich oder monatlich. Dafür bekommen sie in der Saison wöchentlich Gemüse. Eventuelle Ernteeinbußen durch extreme Wetterlagen, Schädlingen oder Ähnlichem trägt die Gruppe solidarisch, gemeinschaftlich und dem Gehalt angemessen.

Ein persönliches Kennenlernen des Kernteams – in dem auch weitere Unterstützer und Interessenten herzlich willkommen sind – ist für den 1. Juni um 19 Uhr in dem kleinen Saal der Ratsschänke, Kirchstraße, geplant.

Im August findet dann mit allen „Ernteteiler“, also den Gemüsekonsumenten, die sich bis dahin zusammen gefunden haben, die Bieterrunde statt. Dort kann jeder geheim angeben, wieviel er bereit ist zu zahlen. „Die Bieterrunde findet zum Start der SoLaWi extra früh statt“, erklärt Wengelinski, „damit wir einen Überblick bekommen.“

Im kommenden Jahr gibt es dann erstmals frisches, unverpacktes Biogemüse aus der SoLaWi.

Für weitere Infos: https://solawi-olfen.de

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