So sieht es an der Kita an der Füchtelner Mühle aus. Aktuell ist sind die Kinder iin Containern untergebracht, nach Abschluss der Um- und Anbaumaßnahmen an der früheren Villa Ritter zieht die Kita dann um. GEschwinder (A) © Sabine Geschwinder (A)
Anmeldeverfahren

Starke Nachfrage: Olfen plant mindestens eine neue Kindergartengruppe

Die Stadt Olfen drückt beim Kindergartenausbau aufs Tempo: So schnell wie möglich soll der Kindergarten Arche Noah eine zusätzliche Gruppe bekommen. Dazu gibt es weitere Pläne.

Einen grundsätzlichen Beschluss zum Ausbau des evangelischen Kindergartens Arche Noah an der Von-Vincke-Straße haben die Olfener Politiker bereits im Sommer 2019 gefasst – „um kurzfristige Handlungsmöglichkeiten zu haben. Die Eröffnung der Gruppe soll sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten“, so das damalige Votum. Genau diese Situation ist jetzt eingetreten.

Die dreigruppige Tageseinrichtung Kita Arche Noah, die zugleich ein Familienzentrum ist, soll nach dem Willen der Stadt um eine vierte Gruppe erweitert werden. Damit reagiert die Verwaltung auf das gerade abgeschlossene Anmeldeverfahren. Bis die vierte Gruppe an den Start geht, wird es allerdings noch einige Monate dauern. „Es gibt noch keinen Bauzeitenplan“, räumt Bürgermeister Wilhelm Sendermann ein.

Evangelischer Kirchenkreis Münster übernimmt Trägerschaft

Wichtige Voraussetzungen sind aber geschaffen worden. Wie Fachbereichsleiterin Daniela Damm berichtet, hat die Stadt vor geraumer Zeit Gespräche mit dem Evangelischen Kirchenkreis mit dem Ergebnis geführt, dass er die Trägerschaft über eine weitere Gruppe übernimmt. Neben dem Kirchenkreis engagieren sich in Olfen auch die Katholische Kirchengemeinde St. Vitus, das Rote Kreuz (Kreisverband) und die Jugendhilfe Werne als Kita-Träger.

Angesichts steigender Anmeldezahlen hat die Stadt Olfen das Angebot in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut, zuletzt um den Kindergarten „Füchtelner Mühle“. Zum Start im Sommer 2019 nahm er seine Arbeit in Containern auf. Aktuell läuft der An- und Umbau der früheren Villa Ritter, der künftigen Heimat des Kindergartens.

Dass mit dem Umzug der Erzieherinnen und Kinder die mobilen Einheiten wieder abgebaut werden, ist aktuell noch nicht entschieden, denn zur Zeit leben in Olfen 690 Mädchen und Jungen zwischen 0 und 6 Jahren, die noch nicht die Schule besuchen. Sollte der Betreuungsbedarf weiter steigen, könnte sich die Stadt eine Weiternutzung der mobilen Einheiten vorstellen. Denkbar ist aber auch ein komplett neuer Kindergartenstandort.

Zahl der Sterbefälle deutlich höher als Zahl der Geburten

Nach Einschätzung von Fachbereichsleiterin Daniela Damm und Bürgermeister Wilhelm Sendermann ist die Planung mit einigen Unsicherheitsfaktoren verbunden. Nicht vorhersehbar ist nach Einschätzung von Daniela Damm die Entscheidung von Eltern, wenn sich der Erstwunsch bei der Kindergartenwahl nicht erfüllt. Außerdem gebe es Eltern, die sich für einen behutsamen Übergang entscheiden und ihr Kind in einer der beiden Spielgruppen anmelden.

So groß die Nachfrage nach Kita-Plätzen auch ist, für ein weiteres Wachstum Olfens wird es nicht reichen. „Auf rund 110 Geburten kommen rund 150 Sterbefälle im Jahr“, sagt Sendermann. Will die Steverstadt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht schrumpfen, ist sie auf weitere Zuzüge angewiesen.

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Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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