Umgehungsstraße 474n: Erster Teilabschnitt zwischen Olfen und Datteln im Bau

hzVerkehr

Lang war sie geplant, jetzt rückt sie tatsächlich in greifbare Nähe: Der erste Teilabschnitt der neuen Umgehungsstraße 474n ist im Bau.

von Werner Zempelin

Olfen

, 28.09.2020, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jetzt ist es soweit: Die „Straßen.NRW-Niederlassung Ruhr“ baut die Bundesstraße B474n als Ortsumgehung für die Städte Datteln und Waltrop. Auf der Verbindung zwischen den beiden Städten (L609) bis zur B235 zwischen Datteln und Olfen hat der Bau bereits im Oktober 2019 begonnen. Die neue 126 Meter lange Stabbogenbrücke, über die die Umgehungsstrecke den Dortmund-Ems-Kanal im Bereich des Dattelner Meeres queren wird, sieht schon ziemlich komplett aus. Sie wird zwei Fahrspuren und einen separat geführten Geh- und Radweg haben.

Die über mehr als 40 Jahre von im Stau stehenden Autofahrern und Anwohnern herbeigesehnte Umgehung von Waltrop (Autobahnende A45 bis zur L609) befindet sich noch in Planung. Jahrelange Prozesse - der letzte dauerte allein neun Jahre - hatten bisher verhindert, dass die neue B474n als Nord-Südachse die B235 (Olfener Straße) in Datteln und die L609 in Waltrop vom Durchgangsverkehr entlasten kann.

Die neue Brücke wird zwei Fahrspuren und einen separat geführten Geh- und Radweg haben.

Die neue Brücke wird zwei Fahrspuren und einen separat geführten Geh- und Radweg haben. © Werner Zempelin

Sie wird das südöstliche Münsterland viel besser und vor allem umweltfreundlicher mit dem Ruhrgebiet verbinden und soll darüber hinaus geplante Vorhaben wie das Industrieareal „newPark“ an das großräumige Straßennetz (A2 und A45) anbinden.

Naturschutz ist auch ein Thema

Voraussichtlich im Frühjahr 2021 wird die neue Brücke mit Hilfe eines Schwimmpontons über den Dortmund-Ems-Kanal geschoben. Im dritten Dattelner Bauabschnitt ab 2021 erfolgt der Lückenschluss nördlich der Brücke zur B235 (Olfener Straße) und der erforderliche Neubau von zwei weiteren Brücken.

Jetzt lesen

Und damit dem Naturschutz Rechnung getragen wird, umfassen die vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen eine Fläche von insgesamt etwa 38 Hektar. Darüber hinaus tragen Amphibienschutzmaßnahmen, die Anlage von Schutzzäunen und Überflughilfen entlang der Trasse zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Konflikte bei.

Jetzt lesen

Die Gesamtkosten für die B474n im Abschnitt Datteln liegen bei circa 24,3 Millionen Euro.

Lesen Sie jetzt