Viele Fotos: Nachwuchs bei Äffchen, Storch und Co. auf Gut Eversum

hzTierpark geöffnet

Die Tierbabys sind da: Die Besucher, die Gut Eversum jetzt wieder betreten dürfen, können sich auf Nachwuchs in vielen Gehegen freuen. Nur eine Tierart darf sich nun nicht mehr vermehren.

Olfen

, 19.05.2020, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach zwei Monaten Zwangspause hat der Tier- und Freizeitpark Gut Eversum in Olfen nun seit zwei Wochen wieder für Besucher geöffnet. Doch die kommen noch zögerlich. Dabei gibt es in den Gehegen einiges zu sehen. Viele Tiere haben Nachwuchs bekommen oder brüten gerade.

Während der Bald-Vater bei den Nandus noch auf seinem Ei sitzt, sind die Uhus schon stolze und äußerst wachsame Eltern. Vier Wochen ist das Junge bereits alt. Es sitzt in einer Kuhle auf dem Boden und lässt sich langsam die echten Uhu-Federn wachsen. Bislang sah es eher grau aus. „Es tarnt sich als Stein“, erklärt Tierpfleger Stefan Radszuweit das Verhalten des Uhu-Nachwuchses.

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Nachwuchs bei den Tieren auf Gut Eversum

Nach rund zwei Monaten Zwangspause wegen der Corona-Pandemie hat Gut Eversum wieder für Besucher geöffnet. Die Tiere zeigen sich und ihren süßen Nachwuchs in den Gehegen. Meerschweinchen, Äffchen, Uhu, Nandus und Co haben Babys bekommen.
19.05.2020
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Die Weißkopf- und die Schwarzkopf-Büscheläffchen haben zwei Jungtiere dabei. Sie sind allerdings schon fast so groß (oder klein) wie ihre Eltern.© Jessica Hauck
Die kleinen Äffchen sind draußen und drinnen zu beobachten. Die beliebten Totenkopfäffchen dagegen, sind derzeit nicht im Tierpark.© Jessica Hauck
Die Äffchen sind ziemlich zahm. Tierpfleger Stefan Radszuweit kann sie aus der Hand füttern.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Mehlwürmer schmecken die Weißkopf-Büschelaffchen gut. Genauso wie Obst.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Im Erdmännchengehege tut sich derzeit etwas.© Jessica Hauck
Der Tierpark vergrößert das Gehege der Erdmännchen. Es wird bald einen neuen Felsen zum Klettern geben. Wenn das Gehege etwa doppelt so groß ist, werden sich auch die Erdmännchen vermehren.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Erdmännchen brauchen viel zu Fressen - auch tote Küken stehen auf dem Speiseplan.© Jessica Hauck
Die Präriehunde sind immer wachsam. Bei ihnen gibt es auch Nachwuchs.© Jessica Hauck
Das Streichelgehege mit Ziegen und Schafen ist beliebt. Aber auch hier gelten derzeit Abstandsregeln. © Jessica Hauck
Die Ziegen haben Nachwuchs bekommen. Zwei kleine weiße Ziegen laufen mit durch das Gehege.© Jessica Hauck
Auch bei den Meerschweinchen und den Kaninchen gibt es - nicht ganz geplant - Babys. Und es werden noch mehr folgen. Einige Weibchen sind trächtig.© Jessica Hauck
Nicht alle Spielgeräte in Gut Eversum sind geöffnet. Der Wellentänzer und das Trampolin beispielsweise sind nicht nutzbar.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Die Nasenbären haben Hunger. Nachwuchs dürfen sie im Tierpark nicht mehr bekommen.© Jessica Hauck
Fionn darf die Nasenbären Füttern. Sie fressen sogar aus dem Eimer, wenn es mit dem Futter schnell gehen soll.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Nasenbären fressen im Tierpark Mehlwürmer und Küken.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Auch ein wildes Storchenpaar nistet im Tierpark. Es hat sich seinen Horst direkt über einer Besucherschleuse gebaut. Drei Junge sitzen inzwischen im Nest.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Vier Wochen alt ist dieser junge Uhu. Er kann noch nicht fliegen und sitzt daher auf dem Boden.© Jessica Hauck
Mutter Uhu hat den Nachwuchs genau im Auge.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Der Pfau hat sich herausgeputzt. Durch sein Gehege und das vieler Vögel können die Besucher durch laufen.© Jessica Hauck
Viele Tiere auf Gut Eversum haben Nachwuchs bekommen. In den Gehegen sind junge Äffchen, Ziegen, Kaninchen und Präriehunde zu sehen.© Jessica Hauck
Das Steinhuhn trägt auch eine Art Maske - allerdings nur als dunklen Strich um die Augen.© Jessica Hauck
Der Lachende Hans ist sehr zutraulich und neugierig. Er gehört zu den Eisvögeln und lebt eigentlich in Australien.© Jessica Hauck

Deutlich agiler sind die beiden Baby-Weißkopfbüscheläffchen. Sie sind schon fast so groß (oder eben klein) wie ihre Eltern und turnen mit ihnen zusammen durch das Gehege. Der Tierpark hatte mit zwei Findelkindern dieser kleinen Büscheläffchen angefangen. Anfangs hatten die Mitarbeiter Sorgen, dass die Tiere sich nicht vertragen. Doch inzwischen sind sie schon mehrfach Eltern geworden.

Ansteckungsgefahr bei Totenkopfäffchen

Ein beliebter Publikumsmagnet fehlt Gut Eversum derzeit noch: die Totenkopfäffchen. Sie sind derzeit ohne Publikumskontakt im Schwestertierpark in Eckenhagen bei Gummersbach untergebracht. Das geschehe zum Schutz der Tiere, „weil sie sich theoretisch mit dem Coronavirus anstecken können“, sagt der Tierparkleiter Dr. Werner Schmidt. Er will die menschenähnlichen Affen keinem Risiko aussetzen.

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Auch für Menschen will der Tierpark-Leiter das Ansteckungsrisiko gering halten. Im Terrarienhaus in Eversum sind deshalb gerade keine Tiere zu sehen. In dem geschlossenen Raum seien sonst womöglich zu viele Besucher aufeinander, befürchtet Schmidt. Auch das Trampolin und das Fahrgeschäft Wellentänzer bleiben deshalb geschlossen.

Neugierig schaut das Erdmännchen, was neben seinem Gehege gebaut wird. Das Erdmännchen-Reich wird sich bald verdoppeln.

Tierpfleger Stefan Radszuweit kann die Weißkopf- und Schwarzkopf-Büscheläffchen aus der Hand füttern. © Jessica Hauck

Im Juni soll dafür ein ganz neues Fahrgeschäft kommen, „das den Überblick über den ganzen Park gewährt“, verrät der Tierparkleiter. Es sei eine ganz neue Entwicklung, mehr verrät er über das neue Spielgerät noch nicht. Schmidt ist aber froh, dass Gut Eversum jetzt wieder geöffnet hat. Die rund zwei-monatige Schließungszeit sei „scheußlich“ gewesen. „Alle Ausgaben laufen ja normal weiter.“ Tierpfleger müssen sich um die Tiere kümmern und bezahlt werden, Futter musste gekauft werden, der Strom bezahlt. Immerhin spreche sich jetzt langsam rum, das Gut Eversum wieder geöffnet sei, so Schmidt.

Störche nutzen die Corona-Ruhe

Die Zeit der Schließung hat ein Storchenpaar, das eigentlich nicht zum Tierpark gehört, gut genutzt. Es hat seinen Horst direkt über einer Tür einer Besucherschleuse gebaut. Seit zehn Jahren seien die Störche immer mal wieder da, sagt Tierpfleger Stefan Radszuweit. Doch nicht immer hätten sie Bruterfolg gehabt. Denn wenn die Tür knallte, wenn Besucher durch gingen, hätten sich die Störche erschreckt und ihre Brut verlassen. In diesem Jahr ziehen die Störche rund 2,5 Meter über dem Boden drei Jungtiere auf.

Auch im Meerschweinchengehege sind jede Menge Babys unterwegs. Und verdächtig dicke Meerschweinchen. „Eigentlich ist das hier eine reine Weibchengruppe“, erzählt der Tierpflege und grinst. Eigentlich. Beim Sortieren der Geschlechter ist wohl ein Fehler passiert.

Nasenbär-Zucht ist jetzt verboten

Die einzigen Tiere im Park, die keine Nachwuchs haben dürfen, sind die Nasenbären. Derzeit leben nur die Weibchen in Eversum. Die Männchen kommen in wenigen Tagen wieder dazu, wenn sie kastriert wurden. Die EU betrachtet Nasenbären als invasive Art und hat die Zucht in Tierparks verboten.

Neugierig schaut das Erdmännchen, was neben seinem Gehege gebaut wird. Das Erdmännchen-Reich wird sich bald verdoppeln.

Neugierig schaut das Erdmännchen, was neben seinem Gehege gebaut wird. Das Erdmännchen-Reich wird sich bald verdoppeln. © Jessica Hauck

Dafür können sich die Erdmännchen bald vermehren. Für sie bauen die Tierpfleger gerade ein größeres Gehege mit neuem Kletterfelsen. Dann gibt es für die Besucher noch ein bisschen mehr zu entdecken.

Eintritt

Zwei Preise in Corona-Zeiten

  • Der Tierpark Gut Eversum hat im Sommer bis zum Ende der Herbstferien täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Es gibt voraussichtlich bis vor Pfingsten (30. Mai) zwei Eintrittspreise. Da weniger Tiere als üblich zu sehen sind und einige Spielgeräte nicht zur Verfügung stehen, und um Familien mit weniger Geld den Besuch zu ermöglichen, gibt es einen reduzierten Preis von 6 Euro pro Erwachsenem und 4 Euro für Kinder.
  • Wer den Park unterstützen möchte, kann den Unterstützerpreis von 8 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder zahlen. Diese Preise gelten dann auch ab Pfingsten wieder.
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