Von der Sehnsucht nach Frieden

OLFEN "Einigkeit und Recht und Freiheit ..." Mit dem Deutschlandlied endete am Sonntag im Stadtpark die traditionelle Gedenkfeier zum Volkstrauertag.

von Von Edith Möller

, 18.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Von der Sehnsucht nach Frieden

Die Kranzniederlegung.

Viele Vereine, Verbände, Mitglieder des Rates und Bürger der Stadt nahmen an der feierlichen Zeremonie zum Gedenken der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege teil. Musikalisch untermalt wurde die Feier vom Spielmannszug und dem Musikcorps der Stadt Olfen sowie vom MGV Harmonia.

Unschuldige Opfer

Pfarrer Thorsten Melchert erzählte in seiner Ansprache vom Konficamp, das im Spätsommer diesen Jahres mit Konfirmanden veranstaltet wurde. Eine Gruppe habe sich der Kriegsgräber angenommen. Betroffen waren die Jugendlichen bei den Namen von drei Olfener Kindern, die zu Besuch in Datteln waren und nach einem Bombenabwurf wie schlafend auf einer Bank saßen. Die Kinder waren tot. Gerade mit dem Blick auf die Unschuldigen offenbare sich eine der hässlichsten Fratzen des Krieges. Was bliebe, seien Mahnmale wie diese. Vergangen seien zwar die beiden Weltkriege, vergangen sei aber nicht die Lust, politische Auseinandersetzungen militärisch zu lösen. "Über 200 Kriege überall auf der Welt seit 1945, die bald die Zahl der Toten des 2. Weltkrieges übertroffen haben werden, sind die verheerende Bilanz nach 62 Jahren."

Aufgabe erfüllen

Die weltweite Bereitschaft zur Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung des eigenen Willens über andere, sei nach wie vor sehr ausgeprägt. Mahnmale würden die Vergangenheit ins Gedächtnis rufen. "Lasst uns miteinander dafür sorgen, dass der Volkstrauertag seine Aufgabe erfüllt: Uns den Respekt vor den Toten und die Sehnsucht nach dem Frieden zu lehren."

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