Von wegen Absage wegen Corona: Kinder hatten in Olfen gleich doppelten Spaß

Ferienprogramm-Bilanz

Die Vorbereitung für das Ferienprogramm in Olfen war wie in den letzten Jahren bereits im Februar angelaufen. Dann kam Corona. Was tun? Ausfallen lassen? Nein. Besser. Zweifacher Spaß.

Olfen

, 20.08.2020, 19:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spaß mitten in Olfen. Das ging in den Ferien auch trotz Corona.

Spaß mitten in Olfen. Das ging in den Ferien auch trotz Corona. © Ferienprogramm-Team

Für das Team des Sommerferienprogramms zieht Christiane Klann eine positive Bilanz. Das ist wohl nicht selbstverständlich. Schon im Februar seien wichtige Eckpfeiler gesetzt worden: „Ehrenamtliche Helfer gesucht, Vereine zur Mithilfe angeschrieben, actionreiche Programmpunkte entwickelt.“

Dann kam Corona. „Lange haben wir gedacht, dass das Sommerferienprogramm nicht stattfinden darf“, sagt Christiane Klann. „Wir haben auf Lockerungen beziehungsweise auf Verordnungen gewartet, wie es irgendwie trotz Corona funktionieren kann. Hatten einige ,Plan Bs‘ in der Schublade.“

Es gab viel zu tun für die Kinder.

Es gab viel zu tun für die Kinder. © Ferienprogramm-Team

Mit der Coronaschutzverordnung NRW in der gültigen Fassung ab 30.5.2020 seien dann endlich die Regelungen zu den Ferienangeboten im Sommer 2020 gekommen.

„Jetzt musste es schnell gehen und wir konnten den Olfener Familien endlich sagen, dass es ein Sommerferienprogramm auch in Coronazeiten geben wird. Ja, natürlich anders als bisher.“

Zwei Bausteine angeboten

Unter Betrachtung der strengen Auflagen und Hygienevorschriften haben sich die Verantwortlichen entschieden, den Familien zwei Bausteine anzubieten:

1. Ganztags-Sommerferienprogramm für Kinder mit ganztägigem Betreuungsbedarf in der Gesamtschule (OGGS Team).

2. „Ferienworkshops“ (Gaudium, JuZO, Vereine, ehrenamtliche Helfer).

Vieles passierte gemeinsam.

Vieles passierte gemeinsam. © Ferienprogramm-Team

„Herzlichen Dank an die Vereine, die uns wieder unterstützt haben und ,ihr‘ Hobby den Kindern näherbringen konnten“, sagt Christiane Klann. „Immer war die Rede von einer ,abgespeckten Form‘. Wir denken das war es nicht.“

Und dann listet sie auf, was alles dazu beigetragen habe:

  • tolles ganztägiges Programm / endlich wieder viele Gruppenerlebnisse;
  • Einbindung Flüchtlingskinder;
  • Kleingruppen (10 Kinder) für alle besser, denn jeder Einzelne kann sich besser entfalten;
  • für Familien ohne dringendem Betreuungsbedarf tolle Ferien-Highlights nach persönlichen Interessen wählbar;
  • Verlässlichkeit für Eltern und Kinder;
  • beide Bausteine wurden auch in diesem Jahr über die gesamten sechs Sommerferienwochen angeboten.

Alles zusammen genommen habe zu zufriedenen Kindergesichtern, zufriedenen Erzieherinnen und guter Stimmung bei allen geführt: „Es hat viel Spaß gemacht. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Sommerferien. Wie das Angebot dann sein wird, wissen wir noch nicht. Feststeht allerdings: Wir lassen uns von Corona nicht den Spaß verderben.“

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