Was tun, damit die Bäume nicht eingehen? Experten geben Tipps

hzTrockenheit

Rosen gehen ein, der Rasen sieht aus wie eine Steppe, und die Bäume werfen massenweise unreifes Obst ab. Was ist zu tun, um den Garten zu retten. Michael Schomberg gibt Tipps.

von Thorsten Faust

Vinnum

, 26.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Hohe Temperaturen und extreme Trockenheit verwandeln kleine, grüne Paradiese zu wüsten Landschaften. Nicht nur Privatgärtner leiden akut unter den Auswirkungen der aktuellen Witterungsverhältnisse. Professionellen Gärtnern geht es auch nicht besser.

Auch für die Baumschule Schomberg in Vinnum stellt die Trockenheit eine immense Bedrohung für die Pflanzenproduktion dar. „Die momentanen Witterungsverhältnisse erschweren diese Produktion deutlich“, sagt Michael Schomberg. Die Baumschule habe bereits im letzten Jahr in neue Bewässerungsanlagen investiert: „Das Produkt Pflanze sei für den Klimaschutz wichtiger denn je“, betont er.

Fehler beim Gießen vermeiden

Wenn es um die Versorgung der eigenen Pflanzen zu Hause geht, passieren oft Fehler. Laut Michael Schomberg helfe gutes Wässern den Bäumen bei den momentanen Witterungsverhältnissen enorm. Doch was versteht der Experte darunter?

Am besten sei es, die Pflanzen in den Morgenstunden zu gießen. Der Bedarf an Wasser sei hierbei abhängig von den Bodenverhältnissen und von der Größe und der Art der Pflanze. So zu gießen, dass das Wasser tief zu den Wurzeln durchsickern kann, anstatt nur oberflächlich zu Wässern, empfiehlt die Baumschule. Das heißt: eher tüchtig als nur ein wenig. Andernfalls sei die Verdunstungsrate so hoch, dass kaum Feuchtigkeit in den Boden wirklich eindringen könne. Michael Schomberg empfiehlt, etwa zwei Mal pro Woche durchdringend zu wässern.

Besser entlasten: Bäume hängen voll mit Obst

Besonders schwierig kann der Umgang mit Obstbäumen in diesem Jahr werden, wie der Experte meint. „Der Fruchtansatz an Obstbäumen ist in diesem Jahr hoch“, laut Schomberg. Um alle Früchte versorgen zu können, brauchen die Bäume eine Menge Wasser.

Bei nicht optimaler Versorgung des Baumes kann es oft passieren, dass zu kleine oder kranke Fruchtansätze entstehen. Diese solle man lieber entfernen, wenn der Baum die Früchte selbst noch nicht schon fallen gelassen habe. Der Effekt: Die verbliebenen Früchte können besser ausreifen.

Gelsenwassers Projekt gegen Dürre

Kommunalen Grünflächen kommt jetzt Gelsenwasser zur Hilfe. Der Konzern stellt laut einer Pressemitteilung für seine Partnerkommunen insgesamt 180.000 Kubikmeter Wasser kostenlos zur Verfügung. Zu diesen Kommunen gehören unter anderem auch Olfen, Lüdinghausen und Nordkirchen. Ihnen stehen jeweils 5000 Kubikmeter Wasser zur Verfügung, um die Grünflächen in kommunalem Besitz mit Wasser zu versorgen.

Das Projekt war bereits 2018 ins Leben gerufen worden. Im Juli sei bishergerade einmal zehn Prozent des üblichen Niederschlags in diesem Sommermonat gefallen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt