Weihnachten auf Olfener Campingplatz: Gefeiert wird nicht nur mit der eigenen Familie

hzCampingplatz Burbank

Auch über Weihnachten bleiben einige Bewohner auf dem Olfener Campingplatz Burbank. Heinz Haußmann (71) erklärt, warum er lieber dort die Feiertage verbringt und was ihm am meisten gefällt.

Olfen

, 24.12.2019, 09:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein geschmückter Tannenbaum steht in der Ecke, an den Wänden hängen hell leuchtende Lichterketten und auf dem Tisch hat ein kleiner Weihnachtsmann seinen Platz gefunden. Alles ist angerichtet für ein besinnliches Weihnachtsfest in einer kleinen Scheune auf dem Olfener Campingplatz Burbank an der Kökelsumer Straße.

„Zurzeit haben wir etwa 100 Dauercamper“, sagt Geschäftsführer Heinrich Burbank. Es seien einige darunter, die auch die Weihnachtstage auf dem Campingplatz verbringen würden. Ein Grund dafür, dass sie lieber dort bleiben würden als in die Stadt zu gehen, sei die Naturnähe. „Das sind Menschen, die es schätzen, die Tür aufzumachen und in der Natur zu sein“, erklärt er.

Viele Camper feiern erst mit der Familie, dann mit den Nachbarn

Einer von ihnen ist Heinz Haußmann (71). Im Jahr 1972 habe er erstmals auf dem Campingplatz an der Stever übernachtet. Danach sei er gerne geblieben beziehungsweise immer wieder gekommen. „Man ist im Freien“, erklärt er seine Beweggründe. Ein großer Kontrast zu seiner Kindheit, die er in Dortmund verbrachte. „Ich gehe hier aus der Tür raus und bin sofort wirklich draußen.“

Auch über die Feiertage „bin ich die meiste Zeit hier“, sagt er. An Heiligabend fahre er aber mit seiner Frau Gudrun (64) zu ihren gemeinsamen Kindern. „Wenn wir dann abends wiederkommen, sitzen hier schon welche“, sagt er und zeigt auf die Bänke neben dem Weihnachtsbaum in der Scheune. „Das ist ein bisschen wie ein Klubheim“, sagt Haußmann und lacht.

„Ab dem ersten Weihnachtstag geht es hier richtig los“

Sehr viele der Camper würden die Feiertage auf dem Campingplatz verbringen. Einige würden aber erst später kommen „Ab dem ersten Weihnachtstag geht es hier dann wieder richtig los“, sagt er. Denn dann würden viele unter anderem aus Dortmund und Bochum zurückkehren. „Dann gehen hier überall wieder die Lichter an.“ Für ihn sei das ein besonders schöner Anblick.

In ihren eigenen vier Wänden haben er und seine Frau allerdings keinen Weihnachtsbaum. „Dafür reicht oft der Platz auch nicht“, sagt Heinrich Burbank. Da sie Heiligabend ohnehin bei ihren Kindern feiern würden, „brauchen wir keinen“, erklärt Haußmann.

Kurz vor den Weihnachtstagen ging auch noch eine besondere Aktion auf dem Campingplatz zu Ende. „Ein paar Leute haben eine Spendensammlung organisiert“, so Burbank. Im gesamten Jahr habe bei Feiern und anderen Veranstaltungen auf dem Camping-Gelände immer eine Spendendose für das Kinderpalliativzentrum Datteln gestanden. Vor wenigen Tagen konnten er und einige Camper dann bei einem Besuch in der Einrichtung eine Spende von 1900 Euro übergeben. „Wir wollen denen etwas Gutes tun“, sagt er.

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