Storchen-Babys in Olfen: Storchen-Paar in der neuen Aue hat Nachwuchs

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Es gibt gute und schlechte Nachrichten aus der neuen Steveraue: Das Storchenpaar dort hat Nachwuchs bekommen. In den Jahren zuvor waren die Eier unbefruchtet. Doch ein Storch ist gestorben.

Olfen

, 02.06.2020, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Storchenpaar in der alten Steveraue hat seit Wochen alle Schnäbel voll zu tun, um vier Junge aufzuziehen. Doch in diesem Jahr gibt es auch eine Erfolgsmeldung vom Storchenhorst in der neuen Aue unweit der Poitou-Esel: Auch dieses Storchenpaar hat Nachwuchs bekommen - zum ersten Mal seit Jahren.

Es ist der erste Bruterfolg seit drei Jahren, sagt Georg Holtmann, der sich in den Steverauen um die Störche kümmert. In den vergangenen Jahren habe zwar dasselbe Paar auf dem Horst gebrütet - allerdings auf unbefruchteten Eiern. Dieses Jahr lagen nun zwei Junge im Nest, sagt Holtmann.

Ein Jungtier ist gestorben

Doch eines der Jungtiere ist bereits verendet, erzählt Holtmann. Woran, lässt sich nicht sagen. Der verbliebene Nachwuchsstorch sei nun aber schon etwa einen Monat alt und fit. „Den müssten die beiden Eltern nun auch groß kriegen“, da ist Holtmann zuversichtlich. Der kleine Storch mache sich prächtig, soweit Holtmann das von unten sehen kann.

Nahrung sollte zumindest genügend vorhanden sein. Mäuse, Maulwürfe und kleine Echsen stehen laut Holtmann auf dem Speiseplan der Störche. Derzeit könne man die Störche bei der Futtersuche gut beobachten.

Bitte nicht stören: Kein Ring für jungen Storch

Um den Brut- und Aufzucht-Erfolg ja nicht zu stören, ist dieser Jungstorch auch nicht beringt worden. Die anderen vier Küken auf dem Storchenhorst am Sternbusch haben in der vergangenen Woche ihre Kennzeichnungsringe erhalten. Mit dem Hubsteiger der Stadt Olfen war ein Ehrenamtler an den Storchenhorst gefahren, um den vier Jungstörchen ihre Ringe anzulegen. Die Ringe zeigen Storchenbeobachtern dann ein Leben lang, woher dieser Storch stammt.

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Am Horst an der Skateanlage wollte Holtmann „keine Unruhe reinbringen“, sagt der Experte. Deshalb gab es dort keine Beringung. „Wir sind froh und glücklich für jedes Küken, das überlebt.“

Noch einen Monat von Eltern umsorgt

Noch etwa einen Monat lang werden die Eltern den kleinen Storch füttern. Dann wird er den Horst verlassen und ohne Eltern ins Winterquartier nach Afrika oder Südeuropa aufbrechen. Die Eltern erholen sich erst von der Aufzucht der Jungen und fliegen einen weitern Monat später hinterher.

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