Zwei Coronafälle an der Gesamtschule Olfen - 170 Schüler in Quarantäne

hzUnterricht auf Distanz

Die Coronafälle in Olfen nach einer Hochzeit haben jetzt auch erhebliche Auswirkungen auf den Unterricht an der Gesamtschule - und vor allem auch für viele Familien in den Herbstferien.

Olfen

, 02.10.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn am Freitag, 9. Oktober nach Schulschluss die Herbstferien beginnen, haben rund 170 Schülerinnen und Schüler bereits seit einer Woche „Hausarrest“. Sie befinden sich seit Freitag (2. Oktober) für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Ausdrücklich weist die Gesamtschule die Eltern darauf hin, „dass während dieser Zeit ihr Kind Haus und Grund nicht verlassen darf - und sich nach Möglichkeit vom Rest der Familie separieren sollte.“

Notwendig wird diese Maßnahme, weil eine Lehrerin - sie war Gast auf der Hochzeit - und ein Schüler an der Gesamtschule positiv auf Corona getestet worden sind. Mit erheblichen Folgen für die Schulgemeinschaft. Insgesamt sind sieben Kolleginnen und Kollegen und fünf Klassen (5a, 6.1, 8.1, 8.2, 9.1 und zwei EF-Kurse) ab sofort für zwei Wochen in Quarantäne.

Schule hat ein Konzept für die Ausnahmesituation erarbeitet

Nach intensiven Beratungen mit dem Kreisgesundheitsamt und auch der Stadt Olfen als Schulträger stand fest, dass nicht die gesamt Schulgemeinschaft für zwei Wochen in Quarantäne muss. „Es wäre nicht gerechtfertigt gewesen, dass auch die 85 Prozent der Schulgemeinschaft, die nicht direkt betroffen ist, zu Hause bleibt“, sagt Schulleiter Dr. Jerome Biehle.

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Aus seiner Sicht war es nur „eine Frage der Zeit“, bis es den ersten Coronafall an der Schule nach den Sommerferien gab. Die „Einschläge“ seien immer näher gekommen. Deshalb habe die Gesamtschule in den vergangenen Wochen mit Hochdruck an einem Konzept gearbeitet, um auch die Schülerinnen und Schüler auf Distanz unterrichten zu können.

Lernen auf Distanz ist an der Gesamtschule möglich

Für Montag (5. Oktober) steht an der Gesamtschule Olfen eine Orga-Phase an, an den weiteren Tagen sollen auch die rund 170 Kinder und Jugendlichen, die nicht zu Schule kommen dürfen, möglichst gut unterrichtet werden. Mögliche Klassenarbeiten in den betroffenen Kursen und Klassen werden nach den Herbstferien nachgeholt.

Ausdrücklich lobte Schulleiter Jerome Biehle die „enge Zusammenarbeit mit dem Kreis-Gesundheitsamt und der Stadt Olfen in dieser Ausnahmesituation. Es lief Hand in Hand.“ Eltern, die für die erste Ferienwoche einen Urlaub geplant haben, stehen hingegen vor einem Problem.

„Eine negative Testung Ihres Kindes verkürzt nicht die Quarantäne“, heißt es in der Information der Schule an die betroffenen Familien. Grundlage aller Entscheidungen seien die gegebenen Verordnungen, „die wir auf Anweisung und in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt umsetzen.“

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