900.000 Euro Sanierungsbedarf für Wirtschaftswege sind erst der Anfang

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Mindestens elf Wirtschaftswege müssen für 900.000 Euro saniert werden. Weitaus mehr als im Haushalt vorgesehen. Das Problem soll nun grundsätzlich angegangen werden.

Raesfeld

, 28.11.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einer Begehung hatte der Raesfelder Bauausschuss im Juni den kurzfristigen Sanierungsbedarf „an mindestens elf Wirtschaftswegen“ festgestellt, wie der Erste Beigeordnete Martin Tesing am Montag im Ausschuss feststellte. Es geht um insgesamt 9,25 Kilometer, die man für etwa 900.000 Euro in den nächsten fünf Jahren instandsetzen müsse.

Im Einzelnen sind Sanierungsarbeiten an diesen Stellen nötig: Lokerweg (1650 Meter), Erdbrügge (500 Meter), Möllmanstegge (1300 Meter), Pohlweg (530 Meter), Vennetütenweg (460 Meter), Entenschlatt (1500 Meter), Lange Waater (950 Meter), Osterlandwehr (1050 Meter), Schäpersweg (460 Meter), Steensiepe (450 Meter) und Zum Schelderhoff (400 Meter).

Haushaltsansatz ist zu niedrig

Im Haushalt sind für die Sanierung der Wirtschaftswege jährlich 60.000 Euro vorgesehen. „Zu wenig aus unserer Sicht“, so Martin Tesing. „Wir müssen darüber nachdenken, diese Summe zu erhöhen.“

Der Plan der Verwaltung: Im nächsten Jahr soll ein Wirtschaftswegekonzept, ähnlich wie in Schermbeck, aufgestellt werden. Das 122 Kilometer lange Wirtschaftswegenetz soll dabei kritisch unter die Lupe genommen werden. „Wir sollten überlegen, auf welche Wirtschaftswege wir verzichten können“, so Tesing. Dann sollen das Investitionsvolumen bestimmt und anschließend die Finanzierung besprochen werden. „All das soll im nächsten Jahr passieren.“

Weniger Teerdecken

Hans-Jochen Welsing (CDU) machte einen Vorschlag, wie man die Kosten für die Sanierung senken könne: Nicht alle Wege werden so regelmäßig befahren, dass man sie zwangsläufig mit Teerdecken ausstatten müsse. „Wir sollten zu natürlichen Oberflächen zurückkehren.“

„So ein Konzept ist schön und gut“, sagte Karl-Heinz Tünte (CDU). „Die Finanzierung ist das eigentlich Problem.“ Die bislang vorgesehenen 60.000 Euro kämen aus der Grundsteuer A, der Betrag werde von der Gemeinde verdoppelt. Es sei wichtig, dass man bei einem solchen Konzept auch aufgezeigt bekomme, wie man die dann notwendigen Maßnahmen überhaupt finanzieren könne.

Über die Frage, wer die Schäden verursache und am Ende zahlen müsse, solle am Ende der Kette gesprochen werden, so Tesing: „Darüber wird intensiv zu diskutieren sein.“

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