Andre Wachtmeister will wieder das Wir-Gefühl im Corona-Lockdown stärken. Er bietet am Samstag allen Raesfeldern und Erlern an, mit der Gulaschkanone seines Cateringservices ein Mittagessen vor die Tür zu stellen. © privat
Die gute Corona-Nachricht

Corona: Andre Wachtmeister befüllt Töpfe und plant neues Gastrokonzept

Der zweite Lockdown trifft den Cateringservice Wachtmeister erneut. Chef Andre Wachtmeister wiederholt nun eine erfolgreiche Aktion aus dem Frühjahr - und plant ein neues Gastro-Konzept.

Es sind schwere Zeiten für Gastronomie und Catering. „Das Catering ist fast auf Null gefahren“, sagt Firmenchef Andre Wachtmeister über das Corona-Jahr, das mit dem zweiten Lockdown im November viele Betriebe erneut hart getroffen hat.

Wie im Frühjahr beim ersten Lockdown will der Cateringservice Wachtmeister mit einer erneuten Gulaschkanonen-Aktion an den Zusammenhalt im Ort appellieren. Viel Lob hatte Wachtmeister die Aktion eingebracht, bei der das Team in Raesfeld und Erle gegen eine kleine Spende Mittagessen in Töpfe füllten, die bis zu 280 Haushalte vor die Tür gestellt worden waren.

Erbsensuppe mit Wursteinlage

„Das wollen wir an diesem Samstag und in zwei Wochen noch einmal machen“, sagt Wachtmeister. Anmelden können sich Bürger dafür unter Tel. (02865) 252 – auch eine WhatsApp kann man an diese Nummer schreiben. Name und Adresse sollten hinterlegt werden, „dann kommen wir am Samstag mit den Autos“, so Wachtmeister. Samstag (14.11.) soll ab 10.30 Uhr wieder Erbsensuppe mit Wursteinlage verteilt werden.

Im Frühjahr hatte Wachtmeister mit der Landjugend zudem eine Ostertüten-Aktion für Kinder gestartet – ähnliches schwebt ihm nun auch für die Nikolaus- und Vorweihnachtszeit vor, wofür die „Topf-Spenden“ eingesetzt werden sollen.

Pop-up-Gastronomie in Raesfeld geplant

Doch Wachtmeister hat längst auch schon die Zeit nach dem Lockdown im Blick. Er plant eine „Pop-up-Gastronomie“ in Raesfeld. „In Städten wird das schon ganz viel gemacht“, sagt Wachtmeister über temporäre Gastronomie-Angebote, bei denen für kurze Zeit neue Konzepte an neuen Orten ausprobiert werden.

„In Raesfeld stehen einige Objekte leer“, sagt Wachtmeister, der einen „sehr prominenten Standort“ mit viel Platz ins Visier genommen hat, den er jetzt allerdings noch nicht verraten will. Dort will Wachtmeister über den Winter einen Restaurantbetrieb aufmachen, der an vier Tagen in der Woche geöffnet werden soll.

Frühstück an Wochenenden

Auch Frühstück soll an diesem neuen Standort am Wochenende angeboten werden. Erfahrung damit hat der Cateringservice bereits im Sommer auf dem Hof Schulze Beikel in Borken-Marbeck sammeln können, wo neben der Spielscheune „Landlümmel“ ein Raum für Eltern vorhanden war, wo diese in Ruhe frühstücken konnten.

Ob Ähnliches in Raesfeld möglich wird, hängt natürlich davon ab, wie die Corona-Bestimmungen in den nächsten Wochen und Monaten aussehen. Eigentlich hätte Wachtmeister seine Pop-up-Gastronomie bereits gerne am 19. November eröffnet, „aber dann hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“. Nun wartet Wachtmeister auf neue Regelungen im Dezember.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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