Coronavirus: Julia-Koppers-Gesamtschüler lernen jetzt in der Cloud

Coronavirus

„Die Verunsicherung war am Freitag enorm“, sagt Schulleiter Axel Heinz über den Moment, als die Schließung der Gesamtschule im Raum stand. Jetzt lernen die Schüler in der Cloud.

Raesfeld

, 18.03.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Axel Heinz, Schulleiter der Julia-Koppers-Gesamtschule

Axel Heinz, Schulleiter der Julia-Koppers-Gesamtschule © Petra Bosse (Archiv)

Unerwartet entspannt gestaltete sich die Betreuungssituation an der Julia-Koppers-Gesamtschule mit ihren Standorten in Borken und Raesfeld in dieser Woche. In Borken habe es zwei Anfragen für eine Notbetreuung gegeben - „die Eltern arbeiten im Bereich Krankenhaus“, so Axel Heinz. In Raesfeld gab es keinen einzigen Antrag.

Gleichwohl seien einige Schüler in die Schule gekommen, die Bücher abgeholt hätten, sagt Heinz. Die meisten hätten bereits Freitag ihre Bücher und Hefte vorsorglich mitgenommen. Das Kollegium habe sich am Montag und Dienstag getroffen. „Wir waren allerdings nicht im Lehrerzimmer, sondern in der Mensa - mit Abstand.“

Klassen-Ordner

Einige Lehrer hätten eine Cloud eingerichtet, in der es für jede Klasse einen Ordner mit Unterordnern für jedes Fach gebe. „Dort werden die Aufgaben eingestellt“, sagt Heinz - die Schüler greifen übers Internet darauf zu. Die Aufgaben seien „mit Augenmaß“ und eher projektartig, dazu gebe es Lehrfilme und Arbeitsblätter. „Man kann den Unterricht nicht eins zu eins umsetzen“, sagt Heinz.

Die Lehrer hätten sich in diesen Dingen selbst erst einmal schulen müssen. Doch jetzt würden die meisten im Home Office arbeiten und Schulkonzepte und Lehrpläne weiterschreiben. „Jetzt setzt Entspannung ein“, so Heinz über das Kollegium. „Wir müssen abwarten was passiert - wir können es nicht ändern.“

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