Coronavirus: Wieder Gottesdienst im Evangelischen Lukaszentrum

Gottesdienste

Erstmals seit acht Wochen lädt die Evangelische Kirchengemeinde in Raesfeld am kommenden Sonntag (10. Mai) wieder zu einem Gottesdienst in das Lukaszentrum ein. Natürlich gelten Regeln.

Raesfeld

06.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Raesfelder Lukaszentrum findet am 10. Mai wieder ein Gottesdienst statt.

Im Raesfelder Lukaszentrum findet am 10. Mai wieder ein Gottesdienst statt. © Archiv

Beginn des Gottesdienstes ist um 11 Uhr. „Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unserer Kirche versammeln können“, sagt Pfarrerin Barbara Werschkull. „Wir wissen dabei um unsere Verantwortung und haben ein Schutzkonzept entwickelt, das wir sorgfältig anwenden werden. Denn von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr.“

Entsprechend behutsam ist die Evangelische Kirche von Westfalen vorgegangen: Maßgeblich sind die Eckpunkte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt wurden. Auf dieser Grundlage hat die Gemeinde konkrete Maßnahmen vorbereitet.

Folgende Regeln gelten demnach für Gottesdienste in der Kirche:

  • Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwischen anderthalb und zwei Meter in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Hausstand gehört, darf aber näher zusammenrücken.
  • Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze in der Kirche auf 25. So viele Personen dürfen maximal am Gottesdienst teilnehmen.
  • Besucherinnen und Besucher desinfizieren sich vor der Kirchentür die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.
  • Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in eine Liste eingetragen.
  • Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher tragen einen Mund-Nase-Schutz und werden gebeten, diesen mitzubringen.
  • Auf Berührungen, wie Händedruck zur Begrüßung oder Friedensgruß, wird verzichtet.
  • Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt.
  • Das gemeinsame Singen bringt besondere Infektionsrisiken mit sich und unterbleibt deshalb, auch der Chorgesang.
  • Das Abendmahl entfällt momentan wegen der hohen Ansteckungsgefahr. Ein Gottesdienst ohne Abendmahl ist keine mindere Form – auch in ihm ist die Gegenwart Gottes erfahrbar, heißt es.

Pfarrerin Barbara Werschkull: „Vieles, was wir jetzt in unserer Kirche praktizieren, ist ungewohnt, manches wird sich seltsam oder fremd anfühlen. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen fröhlich und nachdenklich zusammenkommen können, um Trost und Stärke zu empfangen, um Gott zu loben und ihm zu danken.“

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