Dorfgemeinschaftshaus

Dorfgemeinschaftshaus: Preissteigerungen am Bau bremsen Projekt

Einige Hürden muss die Bürgergenossenschaft Erle noch nehmen, bevor die Bagger anrollen können. Bis das neue Dorfgemeinschaftshaus gebaut werden kann, gilt es diese Probleme zu lösen.
So soll das neue Dorfgemeinschaftshaus später aussehen. Auf dem Weg dahin sind noch einige Hürden zu überwinden.
So soll das neue Dorfgemeinschaftshaus später aussehen. Auf dem Weg dahin sind noch einige Hürden zu überwinden. © Thieken+Partner

Münster-Land-Wirt: So soll die neue Dorfgastronomie heißen, die im Herzen Erles gebaut werden soll. Dass es nach dem Abriss des Altgebäudes dort scheinbar nicht mehr weitergeht, hat den Vorstand der Bürgergenossenschaft bewogen, einen Überblick über den derzeitigen Stand des Projekts zu geben.

Ein derart einzigartiges Projekt fordere seinen Tribut, vor allem in der Planung. „Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe, warum die Bagger noch nicht rollen“ erklärt der stellvertretende Vorsitzende Oliver Jahnich: Zum einen wurde das Küchenkonzept von einer reinen Catering-Küche (26 Quadratmeter) auf eine große Kochküche (70 Quadratmeter) umgestellt.

Dies erfordere weiteren Einsatz in der Planung der Fläche, aber auch die technischen Anforderungen änderten sich dadurch maßgeblich. Anschlüsse müssten umgelegt und neu geplant werden, das Brandschutzkonzept bedürfe einer Überarbeitung, die Lüftungsanlage müsse neu konzipiert werden – und das sind noch nicht alle Planänderungen.

Preissteigerungen bereiten Sorge

Auch das Thema Finanzen bereitet Sorge. Bau- und Materialkosten sind in den letzten Monaten erheblich gestiegen und steigen weiterhin. Ein Beispiel aus dem Elektrobereich vom Vorsitzenden Andreas Grotendorst veranschaulicht das: „Die Preise für Innenkabel sind innerhalb eines Tages um 17 Prozent, bei Außenkabeln sogar um 21 Prozent gestiegen. Bei solchen Preissteigerungsraten können selbst die am Bau beteiligten Planer nicht mehr mit halbwegs kalkulierbaren Sicherheitszuschlägen seriöse Aussagen treffen, wie teuer unser Bauvorhaben wohl wird.“

An den Baukosten hängt auch die Höhe der Pacht. Und daran, welche Preise künftige Besucher des Dorfgemeinschaftshauses zahlen müssen. Angesichts der Verantwortung für ihre 1800 Genossenschaftsmitglieder müsse der Vorstand „mit sehr spitzem Bleistift rechnen“, so Grotendorst. Bereits jetzt stehe fest, dass die vor drei Jahren kalkulierten Baukosten von 2 Millionen Euro nicht mehr ausreichen – angesichts der genannten Rahmenbedingungen wenig überraschend.

Vorstand bittet um Geduld

Der Vorstand um Andreas Grotendorst und Oliver Jahnich „bittet alle um Verständnis, dass es noch etwas dauert. Es wird mit Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet und Hürde für Hürde genommen. Mit dem Bau soll dann begonnen werden, wenn dies in Verantwortung gegenüber allen Beteiligten auch so kalkulierbar ist, dass die Dorfgastronomie wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann. Denn erst dann gibt es die dafür erforderliche Genehmigung vom Genossenschaftsverband in Münster. Im Ergebnis gehen wir, angesichts der großen Unterstützung, davon aus, dass wir das Projekt gut realisieren können.“

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