Gesamtschul-Mensa wird erweitert - drei Varianten für Hauptstandort

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Die Mensa der Julia-Koppers-Gesamtschule soll erweitert werden. Für den Hauptstandort in Borken soll bis Ende des Jahres die Entscheidung über einen möglichen Umzug fallen.

Raesfeld

, 15.05.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 300.000 Euro stehen im Raesfelder Haushalt 2020 für die Instandhaltung der Julia-Koppers-Gesamtschule in Raesfeld zur Verfügung. Im Vergleich zu den 30 oder mehr Millionen Euro, die in Borken für eine mögliche Verlegung des Hauptstandorts der Schule zur Debatte stehen, fast schon ein „kleiner“ Betrag.

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Mehrere Baumaßnahmen sind an der Gesamtschule in Raesfeld geplant, die Schüler bis zum achten Jahrgang aufnimmt. Die Pläne, die Mensa zu erweitern, wurden bereits Ende 2019 vorgestellt. Am Montag (18. Mai) wird der Raesfelder Bauausschuss darüber entscheiden, ob die Arbeiten von der Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft ausgeschrieben werden sollen.

Größerer Speiseraum

Geplant ist, Wände zwischen Klassenräumen und Flur zu entfernen, um einen größeren Speiseraum zu erhalten. Derzeit können die Schüler nur in zwei Schichten essen, und selbst dann ist es eng. Ein neuer Fußboden, Akustikdecken, ein Aufenthaltsraum, der auch das Potenzial bietet, die Mensa notfalls noch einmal erweitern zu können sowie ein direkter Zugang zum Schulhof sind geplant. Der Schulausschuss hatte am 2. März bei einem Ortstermin die Planung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Standortfrage in Borken

Beim Hauptstandort in Borken soll bis Ende des Jahres eine Lösung gefunden werden, was mit der Gesamtschule und der Remigius-Grundschule passieren soll. Im Stadtrat wurden am Mittwoch drei Varianten vorgestellt, die nun überprüft werden sollen.

Ein Ausschnitt aus der Präsentation für den Borkener Rat

Ein Ausschnitt aus der Präsentation für den Borkener Rat © Stadt Borken

Falls beide Schulen am jetzigen Standort (Auf der Flüt) bleiben sollen (Variante A), würde die Grundschule auf der Freifläche an der Windthorststraße neu gebaut werden müssen. Eine Sanierung der Bestandsgebäude, ein Neubau für Mensa und Naturwissenschaftliche Räume und der Abriss der Remigius-Sporthalle mit Neubau einer Zweifeldhalle wären dann notwendig.

Umzug an anderen Standort

Auch ein Umzug der Gesamtschule steht zur Debatte.

Auch ein Umzug der Gesamtschule steht zur Debatte. © Stadt Borken

In Variante B bliebe die Grundschule am Standort, die Gesamtschule würde zur Parkstraße in die Nähe des Aquarius ziehen. Die Grundschule würde in diesem Fall in die Gebäude der Gesamtschule wechseln, die saniert werden müssten. Für die Gesamtschule würde ein neues Gebäude gebaut.

Bestandsgebäude könnten bei dieser Variante genutzt werden.

Bestandsgebäude könnten bei dieser Variante genutzt werden. © Stadt Borken

Bei der Variante C bliebe die Grundschule am bisherigen Standort, die Julia-Koppers-Gesamtschule würde am Standort Duesberg (ehemalige Duesbergschule) verortet. Im Bestandsgebäude könnten die Jahrgänge 5 bis 8 untergebracht werden. Ein Erweiterungsbau für die Jahrgänge 9 bis 13 sowie Mensa und Naturwissenschaftliche Räume wären notwendig. Die Duesberg-Sporthalle müsste abgerissen und eine neue Zweifeldsporthalle gebaut werden. Für die Kita Hula Dues, die Pflegeschule, die Musikschule und VHS im Duesbergforum müsste ein neuer Ort gefunden werden.

Billig wird es nicht

Egal, welche Variante gewählt wird: Billig wird es nicht. In der Präsentation von Kämmerer Norbert Nießing für den Rat wurden 30 Millionen Euro, vielleicht auch 45 Millionen Euro veranschlagt. Finanzierungsfragen müssten insbesondere im „Zeitalter Corona“ geklärt werden, so der Tenor: „Großinvestitionen an den Schulen drohen Kommunen zu überfordern.“

Jetzt sollen Verkehrsgutachten erstellt werden, die planungsrechtliche Machbarkeit für den Standort Parkstraße geprüft, die Schulen beteiligt, die Kosten präziser geschätzt und die Möglichkeit, Fördermittel zu erhalten, geprüft werden. Eine Entscheidung des Rats ist bis Ende des Jahres vorgesehen.

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