Gute Laune trotz Nieselregens

Am Preen´s Hoff

Für den 1. Mai hatte Familie Schulte-Kellinghaus aus Erle einiges vorbereitet. Trotz Nieselregens kamen viele Besucher mit dem Rad zum „Preen’s Hoff“ – aber draußen war es wirklich ungemütlich.

Erle

02.05.2017, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten holten sich schnell was Herzhaftes vom Grill an der Gartenbude und verzehrten es dann im Trockenen. Dabei bietet der Hof viele idyllische Winkel, die es zu entdecken lohnt. Kinder konnten die Kaninchen streicheln, schaukeln oder auf dem Trampolin springen. In einer Scheune gab es jede Menge Spielzeug. Die Kleinen störte der Regen nicht: In wasserfester Montur waren sie unermüdlich mit Kettcars und Bobby-Cars unterwegs.

Kabellos

Um die Mittagszeit war die Gaststube voll besetzt. Die Gäste genossen selbst gebackenen Kuchen und Spareribs vom Partyservice Bernd Stief und warteten auf den Showact. Die Band „Kabellos“ aus Hamm sollte für gute Stimmung sorgen. Überraschenderweise fingen die Musiker im Garten an. „Wir wollen jetzt erst mal für die hartgesottenen Leute spielen, die es hier draußen aushalten“, so Oliver Frerichmann.

Die Gruppe wechselte im Lauf des Nachmittags öfter ihren Standort. Uwe Decke (Bass), Rainer Sudbrock (Gitarre), Michael Kunze (Saxofon) und Oliver Frerichmann (Drums) spielten ein buntes Potpourri aus Pop und deutschen Schlagern, die man auch mitsingen konnte.

Die Gaststube gibt es erst seit 1994. In einer großen Krise 1988 beschloss die Familie Schulte-Kellinghaus, das Anwesen für Fremdenverkehr zu öffnen. „Heute führen meine drei Töchter den Hof. Es hat sich viel verändert“, sagte Seniorchef Josef. „Bei einem Preisausschreiben der Ziegelei Menting wurde damals ‚eine Nacht im Heu‘ als erster Preis ausgelobt. Ein Ehepaar aus Krefeld gewann. Sie kam in Stöckelschuhen und er im Anzug mit Schlips und Kragen. Die beiden hatten wohl etwas anderes erwartet.“

Erste Trauung

Aber die Idee gefiel und es wurde eine Gartenhütte eingerichtet. Sie mussten sich allerdings noch unter der Handpumpe frisch machen. 1994 war der Andrang so groß, dass der alte Schweinestall für Veranstaltungen umgebaut und das Dachgeschoss als Heuboden an Gruppen vermietet wurde. Seit drei Jahren gibt es das Hof-Café mit Außengastronomie. Für Juli ist die erste Trauung mit Hochzeitsfest im Garten geplant. Hauptstandbein der Familie ist nach wie vor der Anbau vom Mais und Getreide sowie die Schweinemast.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt