Heizen ohne Heizung? Feuerwehr Raesfeld warnt vor kreativer Idee

Redakteur
Vier Feuerwehrautos stehen vor der Feuerwache in Erle.
Die Feuerwehr Raesfeld warnt vor sogenannten "Teelichtöfen". © Archiv
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Gas ist teuer, kalt wird es trotzdem. Um Räume dennoch zu heizen, werden Menschen kreativ. Vor einer Heizidee warnt die Feuerwehr Raesfeld jetzt aber eindringlich.

Und zwar warnt sie vor sogenannten „Teelichtöfen“. Die Idee dahinter ist: Mehrere Teelichter werden unter einen umgedrehten Tontopf gestellt. Dieser erwärmt sich sich und gibt die Wärme an den Raum ab. Aktuell gehen mehrere Anleitungen rum, wie diese zu bauen sind.

Doch es gibt einen Haken: „Teelichtöfen sind im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich“, warnt die Feuerwehr Raesfeld. „Die Temperatur im Innern eines einzelnen Teelichts kann bis auf 250 Grad ansteigen. Stehen nun mehrere Teelichter – wie in einem Teelichtofen – nah beieinander und wird die Wärme darüber hinaus gestaut, kann es innerhalb von Sekunden zu einem Wachsbrand kommen.“

Je nach Zusammensetzung kann Kerzenwachs ab 280 Grad anfangen zu brennen. Das Wachs verbrennt dann explosionsartig in einer etwa ein Meter hohen Flamme. Ein Teelichtofen würde dazu führen, dass die Flammenbildung in die Breite geht, erklärt die Feuerwehr Raesfeld.

Ein Tontopf mit Teelichtern im Deckel.
Die große Gefahr beim Teelichtofen ist ein möglicher Wachsbrand. © Feuerwehr Raesfeld

Eine weitere Gefahr: Sollte es zu so einem Brand kommen, dürfte dieser auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden. „Die Folgen könnten verheerend sein.“ Ein Wachsbrand ist ein Fettbrand. Fett und Wasser mischen sich nicht, das Wasser verdampft schlagartig und der entstehende Wasserdampf reißt kleine Fetttröpfchen mit. Diese entzünden sich, eine gewaltige Stichflamme wäre das Ergebnis.

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