„Kumi-Freunde“ befürchten in Uganda Hungersnot biblischen Ausmaßes

Coronavirus

Eine „Hungersnot mit biblischem Ausmaß“ befürchten Experten in Uganda. Dürre, Heuschrecken, überteuerte Lebensmittel sowie Corona sorgen dafür, das Kinder Termiten suchen. Um sie zu essen.

Raesfeld

, 24.09.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei hungrige Kinder aus Kumi auf der Suche nach Termiten, die sie essen können.

Zwei hungrige Kinder aus Kumi auf der Suche nach Termiten, die sie essen können. © privat

Der Verein Kumi-Freunde bemüht sich seit Jahren um den Ort Kumi in Uganda. Vor allem will der Coesfelder Verein, der viel Hilfe aus Raesfeld erfährt, den Kindern in Kumi mit einem Waisenhaus, Kindergärten und Schulen eine bessere Zukunft ermöglichen. Entstanden ist der Verein durch eine Brieffreundschaft von Gründerin Ursula Eink und dem katholischen Pfarrer Charles Osire aus Kumi, der bereits häufiger in Raesfeld und Erle zu Gast war.

„Leider ist es ihm aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht möglich, Deutschland zu besuchen und selbst zu schildern, wie die Situation vor Ort im Waisenhaus und zum Beispiel in der Schule ist“, so Heike Witte. In Uganda seien derzeit alle Schulen geschlossen und es sei schwierig, die Verpflegung durch zumindest eine tägliche Mahlzeit zu gewährleisten, vor allem weil durch Dürre, Heuschreckenplage und überteuerte Lebensmittel die Versorgung erschwert ist.

„Hungersnot mit biblischem Ausmaß“

Eine Hungersnot „mit biblischem Ausmaß“ werde bereits von Experten befürchtet und, dass „Schulen nicht mehr öffnen, Lehrer nicht zurückkommen und dadurch eine ganze Generation keine Bildung erlangt und dadurch keine Perspektive hat.“

Die Aktion „Brot für Kumi" soll die drohende Hungersnot in Uganda abmildern.

Die Aktion „Brot für Kumi" soll die drohende Hungersnot in Uganda abmildern. © privat

In den vergangenen Wochen haben der Raesfelder Biobäcker Hubert Leiers und viele ehrenamtliche Helfer und Spender sich engagiert und mit der „Brot für Kumi“-Aktion bereits etwa 6000 Euro für die Menschen in Uganda gesammelt. „Das Geld kommt als Hilfe eins zu eins an und es konnten Lebensmittel gekauft werden“, so Witte. Infos über die Hilfsprojekte und den Verein gibt es unter kumi-freunde.de.

Brote können hier bestellt und abgeholt werden

Am 3. Oktober (Samstag) backt Biobäcker Hubert Leiers bei der Erntedank-Aktion wieder gegen Spenden Rosinenbrot, Fünfkornbrot und Bauernbrot. Bestellt werden kann das Brot bei folgenden Personen bis zum 1. Oktober unter Angabe des Namens, der Brote und der Anzahl und des Abholungsortes:

  • Erle: Familie Askamp, Tel. (02865) 6463, Abholung im Silvesterhaus;
  • Raesfeld: Biobäckerei Leiers, Tel. (02865) 6944, Abholung in der Biobäckerei Leiers;
  • Rhedebrügge: Familie Brink, Tel. (02872) 806077, Abholung am Tenkweg 27.

Die Brote können am 3. Oktober jeweils von 10 bis 11 Uhr abgeholt werden. Der Verein würde sich freuen, wenn auch Bestellungen für Nachbarn, Freunde und Familie mit getätigt würden. Falls unter den oben genannten Telefonnummern niemand erreicht werden könne, nimmt das Pfarrbüro unter Tel. (02865) 7276 auch Bestellungen entgegen.

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