Landrat zeichnet Waldwurm und Holzwurm als erste Naturparkkitas in Westfalen aus

Kindergärten

Landrat Kai Zwicker hat am Montag die Kitas Holzwurm und Waldwurm als Naturpark-Kitas ausgezeichnet. Es sind die ersten in Westfalen.

Raesfeld

, 06.05.2019, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Landrat Kai Zwicker zeichnete am Montag die Kitas Holzwurm und Waldwurm als erste Kitas in Westfalen mit dem Titel Naturparkkita aus.

Landrat Kai Zwicker zeichnete am Montag die Kitas Holzwurm und Waldwurm als erste Kitas in Westfalen mit dem Titel Naturparkkita aus. © Berthold Fehmer

Die Idee dazu sei bereits bei den ersten Gesprächen entstanden, als die Gemeinde 2016 die Erler Elterninitiative Holzwurm gefragt hatte, ob sie sich die Trägerschaft eines Waldkindergartens vorstellen könnte, erinnert sich Kindergartenleiterin Katja Maschmeier.

Im August 2017 an den Start gegangen

Im August 2017 ging die Waldwurm-Gruppe am Naturerlebnisgelände an den Start – damals noch ohne Bauwagen, sondern mit einer Rückzugsmöglichkeit im Naturparkhaus. „Da haben wir ziemlich viel Unruhe reingebracht“, sagt Maschmeier lächelnd – Naturpark-Geschäftsführerin Dagmar Beckmann erwiderte, man habe sich gegenseitig schätzen gelernt und das Naturparkhaus sei bei ganz schlechtem Wetter immer noch eine Rückzugsmöglichkeit.

Bürgermeister Andreas Grotendorst freute sich, am Montag (6. Mai) am Bauwagen der Waldwurm-Kita so viele Gäste begrüßen zu können. Denn neben Landrat, Naturpark-Vertretern und Erziehern und Erzieherinnen waren auch viele Eltern und Kinder erschienen. „Mein Lieblingsort in Raesfeld“, nannte Grotendorst das Naturerlebnisgelände, das um den Kindergarten erweitert wurde. Sehr stolz sei er über die Auszeichnung, hinter der viel Arbeit stecke, so Grotendorst in Richtung von Kita-Personal und Eltern.

Der Bürgermeister hatte auch einige Geschenke dabei – Kinderbücher mit Titeln wie „Steine sammeln und erforschen“ oder „Wölfchen“, die angesichts des naturnahen Arbeitens in den Kitas nicht zufällig ausgesucht waren.

Einen Totholzhaufen schichteten die Kinder zwischen Parkplatz und Naturparkhaus auf. Dort hatte sich ein Trampelpfad gebildet.

Einen Totholzhaufen schichteten die Kinder zwischen Parkplatz und Naturparkhaus auf. Dort hatte sich ein Trampelpfad gebildet. © Berthold Fehmer

„Beneidenswert schönes Naturerlebnisgelände“

Der Erhalt der Landschaft und der Kulturlandschaft sei neben dem Tourismus eine der wichtigen Säulen des Naturparks Hohe Mark, sagte Dagmar Beckmann. Es sei gut, dass schon „ganz Kleine“ an diesen Gedanken herangeführt würden. Landrat Kai Zwicker nannte das Naturerlebnisgelände „beneidenswert schön“. „Ich finde es klasse, dass die Kinder hier im Wald sind und einfach toben können.“ Im Vergleich dazu gebe es mittlerweile viele Kinder, bei denen man denken könne, dass das Handy ihnen aus der Hand wachse. Er überreichte Kita-Eltern und -Personal die Tafeln, mit denen die Häuser nun geschmückt werden können.

Die Auszeichnung ist ein Alleinstellungsmerkmal

Die Auszeichnung, so Maschmeier, sei ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Holzwurm und Waldwurm sind die Kitas 19 und 20, die deutschlandweit mit dem Titel ausgezeichnet werden. Die Auszeichnung ist ein Projekt des Verbands Deutscher Naturparke (VDN). Sie wird für den Zeitraum von fünf Jahren verliehen, anschließend wird die Kita überprüft. Naturparkthemen sind nun Teil des Kita-Alltags: Über das Naturparkhaus erhalte man Kontakte zu Bauern, Imkern und Förstern, so Maschmeier. Regelmäßige Exkursionen und Projekttage sind geplant.

Ein kleines Projekt konnte Dagmar Beckmann schon direkt am Montag abschließen: Zwischen Parkplatz und Naturparkhaus hatte sich ein Trampelpfad gebildet. Die Kinder hatten viel Spaß daran, Totholz aus dem Wald dorthin zu tragen und den Trampelpfad mit einem Holzhaufen zu verschließen.

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