Martin Tesing ist neuer Bürgermeister - CDU verliert kräftig

hzKommunalwahl 2020

Martin Tesing hat es geschafft. Der 57-Jährige, der für die CDU angetreten ist, wechselt vom Amt des Ersten Beigeordneten ins Bürgermeisteramt - mit 59,33 Prozent aller Stimmen.

Raesfeld

, 13.09.2020, 22:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Damit ist er der Nachfolger von Andreas Grotendorst, der nicht noch einmal für das Bürgermeisteramt kandidierte. Bei der Raesfelder Gemeinderatswahl hat die CDU zwar die Nase vorn, aber kräftig verloren: 47,31 Prozent (2014: 61,1 Prozent). Die weiteren Parteien: UWG 22,50 Prozent (16,4 Prozent), SPD 10,59 Prozent (12,3 Prozent), Bündnis 90/Die Grünen 11,24 Prozent (10,2 Prozent), FDP: 8,36 Prozent (2014 nicht angetreten).

Die CDU hat die absolute Mehrheit verloren

Insgesamt wetteiferten die fünf Raesfelder Parteien um 28 Sitze. Die CDU bekam wieder die meisten Sitze, aber drei weniger als bei der letzten Kommunalwahl: 14 (2014: 61,1 Prozent, 17 Sitze), UWG sechs Sitze (fünf Sitze, 16,4 Prozent), SPD drei Sitze (drei Sitze, 12,3 Prozent), Bündnis 90/Die Grünen drei Sitze (drei Sitze, 10,2 Prozent), FDP zwei Sitze (2014 nicht angetreten).

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld lag bei 66,26 Prozent. In 2014 hatte sie bei 62,6 Prozent gelegen.

Martin Tesing sagte nach seinem Wahlsieg: „Ich freue mich sehr über das Ergebnis. Ich bin sehr froh, dass die absolute Mehrheit mich hier in Raesfeld, Erle und Homer gewählt hat. Deshalb möchte ich mich ausdrücklich bei den Wählern bedanken. Ich denke, das ist eine hohe Bürde, die ich jetzt bekommen habe. Es wird schwierig werden für mich, diese Bürde auch zu erfüllen. Ich denke, wir haben ein tolles Rathaus-Team und werden auf jeden Fall die Themen angehen. Es sind eine Vielzahl von Themen und ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit.“

„Ich halte es für wichtig, dass eine Frau ins Rathaus kommt“, betonte Elke Rybarczyk, die für die SPD im das Bürgermeisteramt kandidierte, vor der Wahl. Ist sie nach dem Ergebnis - die 64-jährige Gymnasiallehrerin aus Erle erhielt 26,12 Prozent aller Stimmen für das Bürgermeisteramt - enttäuscht? Sie gab unumwunden zu: „Ja, ich bin enttäuscht. Gegen so einen Kandidaten, einen Auswärtigen, hätte ich mir mehr vorstellen können. Aber es scheint so, als wäre die alles erschlagende Dominanz der CDU in Raesfeld vorbei.“

Elke Rybarczyk (SPD) überreichte dem Wahlsieger Martin Tesing, wie schon 2014 Andreas Grotendorst, eine rote Socke.

Elke Rybarczyk (SPD) überreichte dem Wahlsieger Martin Tesing, wie schon 2014 Andreas Grotendorst, eine rote Socke. © Bianca Glöckner

Auch 2014 war Elke Rybarczyk als Bürgermeisterkandidatin für die SPD in Raesfeld angetreten. Damals konnte sie 17,9 Prozent auf sich vereinen. Andreas Grotendorst hatte damals 81,1 Prozent gewinnen können.

Der parteilose Andreas Overkämping (56) aus Erle war als Überraschungskandidat zum Rennen um das Bürgermeisteramt angetreten und fuhr immerhin 14,55 Prozent der Stimmen ein.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) in Raesfeld hatte keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten gestellt. Die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Johannes Lülf ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Die Ratsfraktion erhielt 22,50 Prozent der Stimmen. „Über das Ergebnis freuen wir uns einen Ast“, sagte Johannes Lülf. Die Partei habe 6 Prozent und einen Sitz hinzugewonnen im Vergleich zu 2014, obwohl mit der FDP noch eine weitere Partei hinzugekommen sei. Auch, dass die CDU unter 50 Prozent gefallen sei, sei positiv für die Politik in der Gemeinde.

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Neben Landrat Dr. Kai Zwicker (CDU) waren Nadine Heselhaus (SPD) aus Raesfeld und Susanne Trautwein-Köhler aus Gronau von den Grünen als Landratskandidaten für den Kreis Borken angetreten. Durchgesetzt hat sich einmal mehr der Amtsinhaber. Dr. Kai Zwicker erhielt im Kreis Borken 67,2 Prozent (2014: 63,2 Prozent), in Raesfeld 65,62 Prozent (71,35 Prozent); Wahlbeteiligung im Kreis Borken: 58,1 Prozent, in Raesfeld: 66,17 Prozent.

Im Borkener Kreistag bekam die CDU 49,4 Prozent der Stimmen, SPD 15,8 Prozent, Grüne 15 Prozent, UWG 7,3 Prozent, FDP 6 Prozent, Die Linke 2,1 Prozent, AfD 3 Prozent, Stadtpartei 1,4 Prozent; Wahlbeteiligung: 58,8 Prozent.

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