Mobilfunklöcher sollen aufgespürt werden - Hier kann man sie melden

hzMobilfunk

Wo sind Funklöcher im Außenbereich? Das wollen CDU und Verwaltung wissen und rufen die Bürger auf, sich zu beteiligen. Hier kann man die Funklöcher melden.

Raesfeld

, 11.12.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU hatte eine „Anfrage zur Nutzbarkeit des Mobilfunknetzes in Raesfeld“ an die Verwaltung gestellt: Ob diese einen Überblick über Funklöcher im Gemeindegebiet habe und wie man für Abhilfe sorgen könne. „Wir wissen, dass wir definitiv Funklöcher im Gemeindegebiet haben“, antwortete der Erste Beigeordnete Martin Tesing in der Sitzung des Rats am Montag.

Einen vollständigen Überblick habe man allerdings nicht. „Es gibt ein Kataster der Bundesnetzagentur“, so Tesing, aber das sei nicht komplett. „Das, was vorhanden ist, ist nicht geeignet, um alle Funklöcher festzustellen.“

Die mögliche Lösung: Man wolle die Bürger bitten, Funklöcher im Rathaus zu melden. So will die Verwaltung möglichst alle Funklöcher des Mobilfunknetzes aufdecken. „Leider entspricht die Versorgungslage in manchen Bereichen des Münsterlandes nicht den Anforderungen der Bevölkerung und der hiesigen Unternehmen. Die Gründe für eine schlechte Telefon- oder Datenanbindung sind vielfältig und teilweise außerordentlich komplex“, so die Verwaltung in ihrem Aufruf.

Hier kann man Funklöcher melden

Wer im Raesfelder Gemeindegebiet Funklöcher feststellt, kann diese auf der Seite www.raesfeld.de/mobilfunkabdeckung melden. Dort wird neben Namen und E-Mail-Adressen für eventuelle Rückfragen in einem Formular abgefragt, wo genau schlechter Empfang bei welchem Mobilfunkanbieter aufgetreten sei. Falls der genaue Ort durch Straße und Hausnummer nicht beschreibbar ist (das dürfte im Außenbereich häufiger der Fall sein), kann man in einem Feld weitere Beschreibungen der konkreten Stelle eintragen.

Daten gehen an den Kreis

Wenn alle Informationen vorliegen, was passiert dann? Tesing sagte im Rat, dass der Kreis bei diesem Thema die Federführung übernommen habe. Wenn die Informationen bei der Verwaltung eingegangen seien, würden sie an den Kreis weitervermittelt. Das mache auch Sinn, so Tesing: „Denn Funklöcher enden nicht an der Gemeindegrenze.“ Hintergrund ist auch eine Aufklärungskampagne zum Thema, die in den vier Münsterlandkreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW durchgeführt wird.

Wann seitens der Mobilfunkunternehmen für Abhilfe geschaffen werde, „kann man nicht seriös beantworten“, so Tesing. Die Bundesregierung habe es sich, wie man Berichten entnehmen konnte, aber zur Aufgabe gemacht, die Funklöcher zu schließen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt