Musikalischer Frühschoppen zugunsten der Orgel

Konzert im Tiergarten

Musik lag am Sonntag im Tiergarten in der Luft. Um weitere Spenden für die neue Breil-Orgel für die St.-Martin-Kirche zusammen zu bekommen, hatte der Orgelbauverein zu einem musikalischen Orgelfrühschoppen eingeladen.

Raesfeld

, 29.05.2016, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einem musikalischen Programm für eine neue Orgel unterhielten die Burgmusikanten die Besucher im Tiergarten.

Mit einem musikalischen Programm für eine neue Orgel unterhielten die Burgmusikanten die Besucher im Tiergarten.

Mit dabei waren die Raesfelder Burgmusikanten und der Frauenchor.

Mehr als 100.000 Euro an Spendengeldern

„Insgesamt haben wir nun mit den Spenden von Ludger Pickers Verabschiedung die 100.000 Euro-Spendengrenze überschritten“, so Pastor Michael Kenkel, der sich besonders darüber freute, dass so viele externe musikalische Gruppen zugesagt hatten. „Das nicht-kirchliche Engagement für einen kirchlichen Zweck entspricht dem des römischen Hauptmanns aus dem heutigen Sonntagsevangelium, der für seinen Glauben eine Synagoge finanzierte und deshalb sehr gelobt wurde“, so Kenkel.

So langsam wird es Zeit, dass die Kirche endlich eine neue Orgel bekommt. „Es ist schon ein bisschen schwierig, die alte Orgel zu spielen, denn viele Register sind nicht mehr zu benutzen“, gestand Organistin Ute Roß. Nicht nur, dass die Orgel teilweise sprichwörtlich „aus dem letzten Loch pfeift“, sondern darüber hinaus verliert die Orgel sehr viel Luft. „Dadurch kommt in einigen Register nicht mehr genug Druck drauf, sodass die Töne sehr leise und rauchig klingen“, so die Organistin weiter.

Akustik überspielt Defizite

Allerdings, räumt Ute Roß ein, sei es schwierig, dieses Defizit zu vermitteln. „Wir haben in unserer Kirche eine sehr gute Akustik, die das Defizit überspielt. Was zu hören ist, sind aber die vielen Heuler und die können nur mit einem großen Aufwand repariert werden.“ Umso mehr freut sich Ute Roß, die seit 32 Jahren die Orgel in der St.-Martin-Kirche spielt, auf die neue Orgel aus der Dorstener St.-Johannes-Gemeinde. Dort wird die Kirche profaniert und umgebaut, so dass kein Platz mehr für die Orgel ist. „Dann kann ich endlich als leidenschaftliche Organistin wieder ordentliche und gute Musik machen.“

Lesen Sie jetzt