Öffnungstermin für Manu´s Dorfcafé steht jetzt fest - und so sieht es aus

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Von der Geschäftsführerin eines international agierenden Unternehmens zur Betreiberin eines Dorfcafés. Diesen Schritt hat Manuela Radüchel gemacht. Und es war „schwieriger als gedacht“.

Raesfeld

, 23.12.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oft stehen Besucher derzeit vor den zugeklebten Scheiben und versuchen einen Blick ins Innere zu erhaschen. „Wann macht ihr auf?“, ist eine Frage, die Manuela Radüchel in den letzten Monaten oft gehört hat.

Als „Herzensangelegenheit“ bezeichnet die Erlerin das, was sie im Schatten der Silvesterkirche vorhat. Dort stand am Höltingswall vier Jahre lang die ehemalige Landbäckerei leer, bis Radüchel sich entschied, dort „Manu´s Dorfcafé“ zu eröffnen.

Öffnungstermin für Manu´s Dorfcafé steht jetzt fest - und so sieht es aus

Manuela Radüchel musste den Starttermin für ihr Dorfcafé verschieben. © Berthold Fehmer

Jede Menge kaufmännische Erfahrung bringt Radüchel mit. Sie war kaufmännische Geschäftsführerin im Erler Betrieb Mara GmbH, der Förderanlagen für die Automobil- oder auch Aluminiumindustrie herstellt und auch chinesische Werke beliefert. Radüchels Mann Jörg bleibt bei Mara weiterhin für die Technik zuständig, die beiden Kinder Marvin und Annika helfen, den Betrieb weiterzuführen. Und Manuela Radüchel wollte sich ab Mitte des Jahres eigentlich um ihren Traum kümmern: ein eigenes Dorfcafé.

Es kam anders. „Ich war bei Mara noch gefordert“, sagt Radüchel dazu, dass ihr Plan, Anfang August das Café zu eröffnen, nicht aufging. Doch es gab auch andere Gründe: Sperrige Themen wie Hygienevorschriften erforderten zunächst einmal ein heimisches „Studium“. „Ich habe jetzt einen dicken Ordner mit Vorschriften“, sagt Radüchel lächelnd und gibt zu: „Ich fühlte mich am Anfang überfordert.“

Öffnungstermin für Manu´s Dorfcafé steht jetzt fest - und so sieht es aus

So sieht es mittlerweile im Dorfcafé aus, das am 19. Januar eröffnet wird. © Berthold Fehmer

Mittlerweile fühle sie sich bei diesen Themen, „wenn man sich reingelesen hat“, aber „besser aufgestellt“, sagt Radüchel. Sie habe bei der Einrichtung des Cafés mit dem Gesundheitsamt zusammenarbeitet und „viel gefragt“. „Ich plane das hier langfristig.“

Was sie zunächst lernen musste? „Kleiner denken, nicht zu kompliziert.“ Radüchel: „Ich hatte viele Ideen im Kopf und musste mich erst mal sammeln.“ Nicht alles, was sie gerne angeboten hätte, wird sich auf der Karte wiederfinden. „Ich habe immer davon gesprochen, einen Mittagssnack anzubieten - war aber dabei, eine ganze Speisekarte aufzubauen.“

Öffnungstermin für Manu´s Dorfcafé steht jetzt fest - und so sieht es aus

Ein neuer Treffpunkt für Erle könnte das Dorfcafé werden. © Berthold Fehmer

Mittlerweile hat sie kleine „Probeläufe“ mit geladenen Gästen absolviert und fühlt sich nun bereit: „Am 19. Januar werde ich aufmachen.“ An dem Tag soll es keine Karte geben. „Wir werden kleine Häppchen anreichen.“ Mit einem Tag der offenen Tür will Radüchel den Gästen ihr Dorfcafé ab 11 Uhr vorstellen.

Öffnungstermin für Manu´s Dorfcafé steht jetzt fest - und so sieht es aus

So sieht es mittlerweile im Dorfcafé aus, das am 19. Januar eröffnet wird. © Berthold Fehmer

Mit der Hilfe lokaler Unternehmen, vor allem Pass Möbelbau, setzte Manuela Radüchel ihre Version vom Dorfcafé baulich um. Holz und warme Farben dominieren das Bild. Auch eine kleine Kinderecke mit Kinderstühlen hat sie eingerichtet. Und Radüchels „Baby“ steht mittlerweile hinter der Theke: ein italienischer Kaffeeautomat. „Ich liebe Latte Macchiato und Cappuccino mit frischer Milch.“

26 Plätze gibt´s im Café, draußen sind weitere 30 Plätze geplant. Der Fokus soll auf Frühstück und Kaffeetrinken liegen - sonntags gibt es ein Frühstücksbüfett, für das man sich anmelden muss. Mittags sind Snacks geplant. Dienstags bis freitags wird das Dorfcafé von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr (montags bleibt das Café geschlossen). Radüchel: „Wenn im Sommer draußen noch Gäste sitzen um 19 oder 20 Uhr, dann schicke ich keine Leute weg.“

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