Betrüger machten in Raesfeld Beute mit der „Microsoft-Masche“

Polizei warnt

Betrüger haben einen 61-jährigen Raesfelder um einen vierstelligen Betrag erleichtert. Der Mann ist auf die „Microsoft-Masche“ hereingefallen.

Raesfeld

, 13.02.2020, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Betrüger machten in Raesfeld Beute mit der „Microsoft-Masche“

Internet-Betrüger geben sich am Telefon mit Vorliebe als Microsoft-Techniker aus. © picture alliance / Jan-Philipp S

Als bei dem 61-jährigen Raesfelder am Mittwoch das Telefon klingelte, meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter des Softwareunternehmens Microsoft. Wie die Polizei berichtet, brachte der Betrüger sein Opfer im Gespräch dazu, ihn online auf seinen Computer zugreifen zu lassen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es zu mehreren Abbuchungen vom Konto des Mannes gekommen war. Darüber hinaus hatten die Betrüger zu seinen finanziellen Lasten Gutscheine beim Onlinehandelsportal Amazon erworben.

Microsoft-Mitarbeiter rufen niemals von sich aus an

Die Polizei erneuert aufgrund des Raesfelder Falles ihre Warnung vor dieser Masche. In der Pressemitteilung heißt es: „Microsoft-Mitarbeiter rufen die Nutzer ihrer Software nicht von sich aus an. Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte also von vornherein skeptisch reagieren. Lassen Sie sich gar nicht erst auf ein Gespräch ein.“

Vor allem sollten Betroffene einem Unbekannten nie die Kontrolle über den eigenen Rechner geben. Denn die vermeintliche Fernwartung stellt nichts anderes dar als den Versuch, sensible Daten zu kapern und Zugang etwa zum Online-Banking der Betrugsopfer zu erhalten. Niemals sollten Angerufene von sich aus persönliche Daten am Telefon weitergeben wie beispielsweise Bankverbindung und Kennwörter. Auch sollte sich niemand auf den Kauf von Gutscheinen mit Nummern-Codes einlassen, die angeblich zur Bezahlung der „Hilfe“ dienen sollen.

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