Raesfelder machen mit ihrem Kreuz keine Experimente

hzKommunalwahl 2020

Die ganz große Überraschung hatte im Vorfeld wohl kaum jemand ernsthaft erwartet. Die CDU bleibt stärkste Kraft im Rat und mit Martin Tesing als Bürgermeister die Kontinuität gewahrt.

Raesfeld

, 13.09.2020, 23:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Martin Tesing als Bürgermeister haben die Raesfelder sich gegen Experimente entschieden, was man ihnen in unsicheren Zeiten der Coronakrise nicht verübeln kann. Als Kämmerer der Gemeinde hat Martin Tesing seit Jahren die Stadtkasse fest im Blick.

Vorgeworfen wurde ihm häufiger, die Zukunft für den Haushalt zu düster zu malen. Doch erst das Finanz-Polster, das durch sparsame Haushaltsführung und lang anhaltende Wachstumsphase der Wirtschaft geschaffen wurde, sowie die Förderung des Landes ermöglichen überhaupt, die zum Teil kostspieligen Projekte der Dorfentwicklung in der jetzigen Krisenzeit weiterzuführen.

Dass Tesing keine Chance haben würde, die von seinem Chef bei der Kommunalwahl 2009 aufgestellte Bestmarke von 90,7 Prozent der Stimmen zu knacken, war klar. Tesing hatte zwei Gegenkandidaten, die respektable Ergebnisse einfahren konnten. Und Grotendorst ist als Einheimischer natürlich anders vernetzt als Tesing. Letzterer hat nun die Chance, die Skeptiker von sich zu überzeugen.

Für die CDU, die 13,8 Prozentpunkte verloren hat, ist die Mehrheit im Rat nur noch mit der Bürgermeisterstimme gesichert. Vor allem die FDP sowie die UWG haben ihr die Stimmen abgejagt.

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