"The Shin" musizierten furios

ERLE Ein furioses Konzert legten die georgischen Musiker von "The Shin" am Freitagabend in Adelheids Spargelhaus in Erle hin. Besonderen Erfolg hatten die beiden mit ihren humorvollen Einlagen.

von Von Ralf Pieper

, 13.01.2008, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
"The Shin" musizierten furios

Hervorragende Musiker, humorvolle Einlagen: Das Publikum wusste "The Shin" durchaus zu schätzen.

Zaza Miminoshvili, Gitarrist und Sänger bei „The Shin“, definiert vor dem nächsten Lied georgischen Charme und Humor: „In unserer Heimat sagt man, jeder gute Mensch hat eine georgische Großmutter. Wenn ich das Publikum heute Abend anschaue, sitzen hier wohl nur Menschen mit Großmüttern aus Georgien.“ „The Shin“ hatten das Publikum in „Adelheids Spargelhaus“ am Freitag Abend auf ihrer Seite. Georgischer Charme, Sinn für Humor und anspruchsvoller, aufregender Jazz jenseits des Mainstream machten das Konzert zum Erlebnis.

Vertrackter Instrumental-Jazz kombiniert mit folkloristischen Melodien und choralem Gesang waren eine nicht einfach zu konsumierende Mixtur. Ein Konzert wie eine Abenteuerreise auf der es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Mal funky, mal meditativ, mal ganz anders und dann doch wieder irgendwie vertraut. Die Virtuosität an den Instrumenten beeindruckt ebenso wie der Scat-Gesang. Kein Zweifel: „The Shin“ gelingt mit ihrem in Georgien verwurzelten Jazz ein Brückenschlag zur westlichen Jazz-Kultur.

In Deutschland gegründet

Das Trio „The Shin“ wurde 1998 in Deutschland gegründet, wo die Musiker auch leben. Zaza Miminoshvili (Gitarre, Panduri, Gesang), Zurab J. Gagnidze (Bass und Gesang) und Mamuka Gaganidze (Perkussion, Gesang) spielen seit 2002 in dieser Formation zusammen und wurden auf unzähligen Jazz-Festivals mit Preisen ausgezeichnet.

Auch mit ihren humorvollen Ansagen hatte das Trio beim Publikum Erfolg: „Meist singen wir über die Liebe und unsere Heimat, aber beim nächsten Lied machen wir eine Ausnahme. Darin geht es um Kartoffeln.“ Der Applaus des Publikums war hochverdient für dieses Jazz-Erlebnis der anderen Art. Man hatte das Gefühl „The Shin“ zu verstehehen, ohne zu wissen was der Gesang in georgischer Sprache sagte.