Versteigerung Landhaus Keller: Kommunalaufsicht soll prüfen

hzLandhaus Keller

Die Gemeinde hat das Landhaus Keller ersteigert - per Dringlichkeitsentscheidung. Ein Erler will die Kommunalaufsicht dies prüfen lassen: Er glaubt, der Rat hätte informiert werden müssen.

Raesfeld

, 16.09.2020, 13:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für 1,16 Millionen Euro ersteigerte die Gemeinde Raesfeld am 4. September (Freitag) das Landhaus Keller, das wieder als Hotel genutzt werden soll. Am Montag davor, am 31. August, tagte der Rat. Dass das Thema öffentlich erst im Hauptausschuss am 21. September (Montag) behandelt wird, bringt einen Erler zu der Frage, warum der Rat nicht bereits am 31. August informiert wurde.

Jetzt lesen

Bei der Kommunalaufsicht brachte er sein Anliegen vor. „Hier hätte nach meinem dafür der Rat über die Absicht der Verwaltung informiert werden müssen“, so der Erler im Brief an Landrat Kai Zwicker. Eine „angebliche Dringlichkeitsentscheidung“ wäre dann nicht vonnöten gewesen. Der Erler bittet um zeitnahe Prüfung des Sachverhalts.

Nicht-öffentlich

Man stehe im Gespräch mit der Kommunalaufsicht, sagt Bürgermeister Andreas Grotendorst auf Nachfrage der Zeitung. „Das Thema Keller war in vielen Rats- und Ausschusssitzungen bereits Thema“, sagt er. Das Thema Grundstücksverhandlungen sei dem nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen zugeordnet.

Jetzt lesen

Ob im Rat am 31. August im nicht-öffentlichen Teil über das Landhaus Keller gesprochen worden sei, wollte Grotendorst nicht beantworten. Jeweils am Ende des nicht-öffentlichen Teils entscheide der Rat, welche Informationen für die Öffentlichkeit freigegeben werde - und für diese Informationen habe er keine Freigabe, so Grotendorst.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt