Ein junger Mann im Profil. Über seine rechte Gesichtshälfte zieht sich eine lange Narbe.
Horror-Verletzung: In einer dreieinhalbstündigen Not-OP war das Gesicht des damals 19-jährigen Recklinghäusers genäht und geklebt worden. © Tobias Mühlenschulte
Drei Monate nach der Tat

In Kneipe das Gesicht aufgeschlitzt: „Am schlimmsten sind die Gaffer“

Vor drei Monaten schlitzt ein Kneipengast einem damals 19-Jährigen brutal das Gesicht auf. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. Das Opfer leidet unter den Folgen der unfassbaren Tat.

Am Telefon macht der inzwischen 20-Jährige aus Grullbad zwar einen gefassten Eindruck. „So weit geht es mir ganz gut“, erzählt er. Auch wenige Tage nach der schrecklichen Bluttat erschien er bei einem persönlichen Treffen ruhig, mental stabil. Der junge Mann sagt nun aber auch: „Wenn ich Leuten auf der Straße begegne, drehe ich mich manchmal weg, damit sie meine Narbe im Gesicht nicht sehen können. Kleinen Kindern, die mich danach fragen, erzähle ich, dass es ein Arbeitsunfall war. Am schlimmsten sind die Gaffer. Einige Leute gucken mich an und wollen einfach nicht mehr wegsehen. Das finde ich sehr dreist.“

Staatsanwaltschaft entscheidet in zwei Wochen über Prozess

Über den Autor
Zuhören, beobachten, nachfragen und die Erkenntnisse anschaulich und kurzweilig bei Leserinnen und Lesern abliefern: Das macht guten Journalismus für mich aus. Und das Große im Kleinen zu finden. Aufgewachsen am „Westfälischen Meer“ (Möhnesee), habe ich erste journalistische Erfahrungen in der Soester Börde gesammelt. 2003 dann Umzug ins Ruhrgebiet. Seit 2015 Redakteur beim Medienhaus Bauer, seit März 2021 bei der Recklinghäuser Zeitung. Großes Faible für Filme, Serien, Musik und Belletristik, aber auch fürs Unterwegssein.
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