Kriminalität

34 tote Singvögel in Essener Gartenlaube entdeckt

In einer Gartenlaube in Essen sind über 70 Singvögel entdeckt worden, 34 davon waren tot. Ein Mann muss sich dafür nun verantworten.
Elf tote Stieglitze liegen auf einem Tisch. Insgesamt 78 artgeschützte Vögel hat der Zoll in der Gartenlaube eines Mannes in Essen gefunden. © picture alliance/dpa/Zollfahndungsamt Essen

In einer Essener Gartenlaube haben Zöllner 78 Singvögel entdeckt, von denen fast die Hälfte nicht mehr lebte. Die Beamten seien bei einer erneuten Kontrolle auf die Tiere gestoßen, teilte der Zoll am Montag mit. Ein 57-jähriger Essener war demnach bereits im vergangenen Sommer in den Fokus der Behörden gerückt.

Mann aus Essen soll gegen Bundesnaturschutzgesetz verstoßen haben

41 lebende und 34 tote Stieglitze sowie einen Bluthänfling und zwei Ammern seien am vergangenen Donnerstag in der Gartenlaube entdeckt worden. Die meisten der lebenden Vögel kamen laut Zoll zur Pflege in eine Vogelstation. Vier überlebensfähige Tiere hätten sofort in die Freiheit entlassen werden können.

Gegen den Mann wird nach Angaben des Zolls wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt. Er soll die streng geschützten Stieglitze illegal gehalten und verkauft haben. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte die Behörde nach einem anonymen Hinweis, dass im Kleingartenbereich eingeschmuggelte artgeschützte Stieglitze unerlaubt gehalten und gehandelt würden, die Gartenlaube durchsucht.

Damals seien 57 Stieglitze entdeckt worden. Bis heute habe der Mann nicht nachweisen können, die Vögel legal zu besitzen, hieß es. Deshalb sei es zur erneuten Kontrolle gekommen.

dpa

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