Coronavirus

Abiprüfungen in NRW starten unter erschwerten Corona-Bedingungen

Diese Woche starten in NRW die Abiturprüfungen. Während die Schulministerin Yvonne Gebauer die Sicherstellung fairer Prüfungen betont, fühlt sich die Landesschülervertretung im Stich gelassen.
An diesem Freitag beginnen in NRW für rund 90 000 Schüler die Abitur-Prüfungen. © picture alliance/dpa

An diesem Freitag beginnen in Nordrhein-Westfalen für rund 90 000 Schüler unter erschwerten Pandemie-Bedingungen die Abitur-Prüfungen. Vor dem Abi 2021 stehen 79 000 Schüler von Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorf-Schulen sowie 11 000 Prüflinge an den Berufskollegs, wie das Schulministerium am Mittwoch mitteilte.

Es sei sichergestellt, dass sie faire Prüfungen ablegen könnten, die zu einem vollwertigen und bundesweit vergleichbaren Abitur führten, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Die Landesschülervertretung widersprach. Den angehenden Abiturienten fehle Unterrichtsstoff, es habe vier bis fünf Monate weniger Unterricht in Präsenz gegeben als normalerweise, schilderten Johanna Börgermann und Thomas Niebuer vom LSV-Vorstand.

LSV: „Dieses zentrale Abitur ist unfair“

„Die Ausgangslage ist sehr ungleich“, sagte Niebuer. Die Voraussetzungen seien einerseits je nach Schule und Lehrkraft-Engagement stark unterschiedlich ausgefallen. Und auf Schülerseite habe der Distanzunterricht für manche sehr gut funktioniert. Andere hätten daheim jüngere Geschwister betreuen müssen oder technisch keine ausreichenden Möglichkeiten gehabt. „Dieses zentrale Abitur ist unfair.“

Schon 2020 hatten die Abiturienten unter coronabedingten Einschränkungen ihre Prüfungen ablegen müssen. Damals war die Pandemie aber erst seit wenigen Monaten Realität – für die aktuellen Prüflinge hingegen über ihr gesamtes letztes Schuljahr hinweg.

dpa

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