Hochwasser

Aufräumen nach der Flut: „Müllberge verschwinden langsam”

Die Flut ist schon seit einigen Tagen aus den Orten in NRW verschwunden - die Verwüstung aber ist geblieben. Nicht überall gibt es wieder Strom und sauberes Wasser.
Ein Bagger verlädt Sperrmüll, der sich auf einer Straße in der Innenstadt türmt. © David Young/dpa

Das Wasser wird abgepumpt, der Schrott in den Katastrophengebieten in NRW weiter weggeschippt: „Die Müllberge verschwinden langsam”, sagte ein Sprecher des Kreises Euskirchen am Montag. Ähnlich war es im Rhein-Erft-Kreis. Auch dort schritten die Aufräumarbeiten weiter voran. Problematisch sei die Situation weiter rund um die Abbruchkante in Erftstadt-Blessem, sagte ein Sprecher des Kreises. Dort hatte das Unwetter einen tiefen Graben gerissen – niemand durfte näher als 100 Meter an die Kante heran.

In Altena arbeiteten die Menschen ebenfalls unermüdlich daran, das Chaos nach der Flut zu beseitigen. Müllberge lagen noch vor den Häusern, viele Straßen waren immer noch gesperrt.

Auch die Reparatur der Infrastruktur ging derweil weiter: „Die Stromversorgung ist weitgehend wieder hergestellt», sagte der Sprecher aus dem Rhein-Erft-Kreis. «Bis zum Haus haben die meisten wieder Strom.” Allerdings müsse in jedem einzelnen Haus die Stromversorgung überprüft werden, was einige Zeit in Anspruch nehme.

Das galt auch für die Städteregion Aachen. „Der Strom ist theoretisch da, teilweise sind aber die Anlagen in den Häusern kaputt oder müssen überprüft werden”, sagte eine Sprecherin der Region. Das Abkochgebot für Trinkwasser in Eschweiler und Stolberg sei bereits vor dem Wochenende aufgehoben worden.

Am Abend teilte die Städteregion mit, die Kriterien für die Ausrufung des Katastrophenfalls für Eschweiler und Stolberg seien nicht mehr erfüllt. Der Katastrophenfall werde somit in der Nacht zu Dienstag um 00.00 Uhr aufgehoben. Das bedeute aber nicht, dass die Katastrophe überstanden sei.

Im Kreis Euskirchen war die Versorgung mit Strom und Trinkwasser noch nicht vollständig wiederhergestellt. «Wir sind immer noch nicht bei hundert Prozent», schilderte der Sprecher des Kreises. In weiten Teilen von Bad Münstereifel und im Stadtgebiet von Euskirchen müsse das Wasser weiterhin abgekocht werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) berichtete, es unterstütze die Rettungskräfte mit speziellen Drohnen-Aufnahmen. Die Bilder aus der Luft könnten helfen, die Gebäudeschäden zu beurteilen und zu klären, welche Gebäude gefahrlos wieder betreten werden könnten.

Die Stadt Bochum monierte, die Landesregierung habe bei ihrer Soforthilfe für die Betroffenen der Überschwemmungen die Vereine vergessen: Hilfsgelder des Landes könnten von Privathaushalten und Gewerbetreibenden, aber nicht von Vereinen beantragt werden.

Unterdessen wurden Bachläufe und Abflüsse in den vergangenen Tagen auf Treibgut kontrolliert, um für eventuelle neue Regenfälle gewappnet zu sein, wie es mancherorts hieß. Starke Niederschläge waren nach Angaben aus dem Kreis Euskirchen am Wochenende zunächst ausgeblieben. Man sei vor weiteren starken Regenfällen bewahrt geblieben, sagte auch ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises.

Bereits am Montagmittag gab in Nordrhein-Westfalen wieder neue Schauer, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Vor allem im Aachener Raum und im Sauerland habe es geregnet, auch in Düsseldorf fiel am Nachmittag Regen. Die Niederschlagsmengen seien aber überschaubar.

dpa

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