Coronavirus

Bundespräsident Steinmeier: Müssen „eigene Freiheit einschränken, um andere zu schützen“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Rede die Verantwortung jedes Einzelnen in der Pandemie hervorgehoben. Dabei äußerte er sich auch zu der aktuellen Impf-Debatte.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier © Britta Pedersen/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Wert von Eigenverantwortung und Solidarität in der Corona-Pandemie hervorgehoben – auch mit Blick auf das Impfen. „Die Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft. Mit dieser Grundfrage unseres Zusammenlebens konfrontiert uns die Corona-Pandemie auf eine Weise, wie sie wohl niemand von uns zu Lebzeiten erfahren hat“, sagte Steinmeier am Donnerstag in Gütersloh laut vorab verbreitetem Redemanuskript.

„Die eigene Freiheit einzuschränken, um andere zu schützen. Sich selbst impfen zu lassen, um die eigene Gesundheit und die der anderen zu sichern. Diese ganz konkrete, ja existenzielle Verantwortung für andere – und die Frage, wie sie durchzusetzen ist – damit ringt unsere Gesellschaft seit nun fast zwei Jahren, ganz aktuell auch in der Frage des Impfens“, so der Bundespräsident weiter.

Anlass seiner Rede war ein Festakt zur Gründung Deutschlands erster Bürgerstiftung in Gütersloh vor 25 Jahren. Unternehmer Reinhard Mohn hatte das Prinzip in den USA kennengelernt und in seiner ostwestfälischen Heimatstadt gemeinsam mit anderen realisiert. Steinmeier lobte die Bürgerstiftung Gütersloh als „wahrlich ein leuchtendes, ein inspirierendes Vorbild“ in dieser „aufgewühlten Zeit“.

Die Gründer hätten sich seinerzeit wohl kaum vorstellen können, welche „bürgerschaftliche Bewegung sie auslösen würden“, so Steinmeier weiter. Inzwischen gibt es bundesweit 420 Bürgerstiftungen mit einem Stiftungskapital von mehr als einer halben Milliarde Euro, wie der Bundespräsident weiter ausführte.

Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte seien ihr Motor immer „Frauen und Männer, angetrieben von dem Wunsch, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Sie sind überzeugt davon, dass Menschen füreinander Verantwortung übernehmen müssen, um das Gemeinsame zu stärken“.

dpa

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