Burger King: Fünf Filialen schließen nach Wallraff-Recherche – auch NRW betroffen

Eine Filiale der Fast-Food-Kette Burger King.
Das „Team Wallraff“ hatte unter anderem vom Verkauf alter Lebensmittel und mangelnder Hygiene in einzelnen Restaurants berichtet. © picture alliance/dpa
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Die Fast-Food-Kette Burger King hat nach einer Recherche des Senders RTL fünf Filialen vorübergehend geschlossen. Zuvor waren dem Unternehmen in der Sendung „Team Wallraff“ unter anderem schwere Mängel bei Hygiene, Lebensmittelsicherheit und Arbeitsbedingungen vorgeworfen worden. Basis dafür waren unter anderem Undercover-Recherchen mit versteckter Kamera.

Das RTL-Team hat auch erhebliche Mängel in Kölner Filialen entdecken können. So berichtet der Kölner Stadtanzeiger von Mäusen in der Küche. Außerdem seien die Nagetiere auch in der Shake- und Eismaschine zu finden, wie ein ehemaliger Mitarbeiter der Fast-food-Kette berichte. Lebensmittel seien abgelaufen und mit neuen Haltbarkeitsetiketten versehen worden.

Geschlossen habe die Filiale in der Kölner Innenstadt kurz nachdem das Team von Günter Wallraff Burger King mit den Ergebnissen seiner Recherchen konfrontierte. Auch die Filiale in Lövenich hatte nach den Recherchen zwischenzeitlich geschlossen.

Burger King sieht auch Mitarbeiter in Verantwortung

In der Sendung hatte „Team Wallraff“ neben mangelnder Hygiene auch über die Ausbeutung von Mitarbeitern berichtet. Von überlangen Schichten und willkürlich angesetzten Arbeitszeiten berichten einige Mitarbeiter, laut Kölner Stadtanzeiger. Burger King will nun eine Whistleblower-Hotline zum Melden von Missständen einrichten.

Man nehme „die erhobenen Vorwürfe sehr ernst“, teilte Burger King am deutschen Sitz in Hannover mit. Die im Beitrag gezeigten Restaurants würden temporär geschlossen und genau überprüft. Zudem habe man im September eine außerordentliche externe Überprüfung aller 750 Burger-King-Restaurants in Deutschland vorgenommen. In einzelnen Fällen sei es nicht gelungen, die eigenen Standards und Prozesse bei allen Mitarbeitern zu verankern. Man wolle nun die Trainingskultur weiterentwickeln und intensivieren.

Skandale in der Lebensmittelindustrie und im Gastronomiegewerbe sind leider keine Seltenheit. Wegen möglicher Tierquälerei ermitteln nun mehrere Staatsanwaltschaften gegen Schweinemastbetriebe in NRW. Die Betriebe sind Zulieferer von Westfleisch.

dpa/seh


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