Impfung

Corona-Impftermine: Buchungsportal für weitere Gruppe freigeschaltet

Die Corona-Impfungen in NRW nehmen weiter Fahrt auf. Seit Freitag kann eine weitere Gruppe Impftermine über das Buchungsportal der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe vereinbaren.
Die KVWL-Terminbuchungsplattform wird für weitere Personen freigeschaltet.
Die KVWL-Terminbuchungsplattform wird für weitere Personen freigeschaltet. © picture alliance/dpa

Menschen mit besonderen Vorerkrankungen in der Priorisierungsgruppe 2 können seit dem 30.April, Termine für eine Corona-Impfung in Impfzentren buchen. Seit 8.00 Uhr seien die Portale der Kassenärztlichen Vereinigungen – online oder telefonisch – dafür geöffnet, teilte das Gesundheitsministerium in NRW am Freitag mit. Zum Einsatz kämen die Impfstoffe von Moderna und Biontech, eine Wahlmöglichkeit gebe es nicht, hatte das Ministerium zuvor angekündigt.

Mit dem Angebot in den Impfzentren wolle das Land erreichen, die Impfung chronisch Kranker möglichst im Mai abzuschließen. Daneben gehe die Impfung dieser Patienten bei den Hausärzten weiter.

Diese Personen zählen zu den chronisch Kranken der Priorität 2

Das Angebot richtet sich an folgende unter § 3 Absatz 2 der Impf-Verordnung genannten Personen:

  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht

Wichtig: Bürger, die eine der genannten Erkrankungen vorweisen und einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren, müssen ihre Impfberechtigung mit einem ärztlichen Attest nachweisen. Dieses sei aber nicht bei der Terminbuchung für die Impfzentren über die Hotline oder per Mail erforderlich, sondern müsse beim Impftermin mitgebracht werden. Wer keine Bescheinigung vorweist, kann nicht geimpft werden.

Immer mehr Bürger erscheinen nicht in den Impfzentren

Darüber hinaus können unverändert Menschen, die 1951 oder früher geboren sind, auch weiterhin Termine für eine Impfung im Impfzentrum über das Buchungsportal der KVWL ausmachen.

Damit es mit der Impfkampagne weitergehen kann, appelliert der KVWL-Vorstand an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Impftermine wie vereinbart wahrzunehmen oder, wenn nötig, zu stornieren: „Insbesondere aus den Impfzentren hören wir zunehmend, dass die Bürger nicht zu ihren Impfterminen erscheinen; vermutlich weil sie zwischenzeitlich ein anderes Impfangebot erhalten haben. Dass nun immer mehr Bürger die Möglichkeit haben, sich bei ihrem Arzt oder im Impfzentrum zu impfen, begrüßen wir sehr, es darf aber nicht zu führen, dass Kapazitäten unnötig blockiert werden. Das ist nicht nur unsolidarisch, sondern bringt die Abläufe in den Impfzentren und Praxen durcheinander und schadet insgesamt dem Impffortschritt. “

Die Termine können entweder online unter www.116117.de oder telefonisch unter 0800 116 117 02 gebucht werden.

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