Coronavirus

Corona-Test vom Arbeitsplatz kann auch im Alltag genutzt werden

Arbeitgeber können nun ebenfalls einen offiziellen Testnachweis ausstellen. Das bedeutet für Arbeitnehmer, dass sie einen Corona-Schnelltest vom Arbeitsplatz auch im Alltag nutzen dürfen.
Arbeitgeber können laut NRW-Gesundheitsministerium ihren Beschäftigen einen Nachweis ausstellen, wenn die Testung bei Anwendung von Corona-Schnelltests „durch fachkundiges oder geschultes Personal durchgeführt wird.“ © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Wer in NRW am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest macht, kann das Ergebnis jetzt auch in seiner Freizeit nutzen. Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, können Arbeitgeber – wie sonst Ärzte oder Testzentren – nun ebenfalls einen offiziellen Testnachweis ausstellen.

Ausstellung von Testnachweis auch bei Besuch in Pflegeheimen

Dieser ermöglicht auch die Nutzung von Angeboten, bei denen der Zutritt nach der Coronaschutzverordnung an einen Negativtest geknüpft ist (zum Beispiel Baumarktbesuche in Kommunen mit „Notbremse“). Auch bei verpflichtenden Testungen, etwa von Besuchern in Pflegeheimen, können entsprechende Testnachweise ausgestellt werden.

„Mit mehr als 5700 Teststellen landesweit und bis zu 290.000 täglichen Bürgertests hat die Teststrategie in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen massiv Fahrt aufgenommen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumman (CDU).

„Auch die nach wie vor zahlreichen Tests in Alten- und Pflegeheimen tragen viel zur Pandemiebewältigung bei. Wenn jetzt immer mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mitmachen, sind wir da in unserem Land auf einem sehr guten Weg.“

Testung durch fachkundiges oder geschultes Personal

Arbeitgeber können laut Ministerium ihren Beschäftigen einen Nachweis ausstellen, wenn die Testung bei Anwendung von Corona-Schnelltests „durch fachkundiges oder geschultes Personal durchgeführt wird.“

Möglich sei auch, den Beschäftigten Selbsttests zur Verfügung zu stellen, „die diese unter Aufsicht einer unterwiesenen Person machen und deren Ergebnis dann bestätigt wird.“ Die Beschäftigtentestung und die Nachweiserteilung könnten entweder durch beauftragte Firmen, Apotheken oder durch eigene Beschäftigte der Betriebe erfolgen.

Ministerium betont: „Verfahren beruht auf Ehrlichkeit und Verantwortung“

Für die Bescheinigungen gibt es Vordrucke. Auch digitale Lösungen oder Bescheinigungen mit gleichem Mindestinhalt seien zulässig, wenn sie eindeutig den Aussteller erkennen ließen. Arbeitgeber, die teilnehmen wollen, müssen sich vorab anmelden.

Das Ministerium teilte mit, dass dieses Verfahren auf Ehrlichkeit und Verantwortung beruhe. Daher werde Missbrauch konsequent geahndet. Wer falsche Testzeugnisse erstelle und nutze, dem drohe ein Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro und zudem eine Anzeige wegen strafbaren Urkundendelikten.

dpa/mags/mia

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